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1 (1854)
Entstehung
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445
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Herba Lobeliao.

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der andern Bucht ausgeschnittenen, am Rande und dem Kiel (Mit-telrippe) stacheligen, glatten Blättern. In vielen Gegenden Deutsch-lands wird die Pflanze wild gefunden, aber nicht häufig, so dassman auch die angebaute anwenden kann. Sie soll mit den blühen-den Zweigen gesammelt werden. Man verwechsele sie nicht mitdem wilden Lattig (Lactuca Scariola), der durch senkrecht stehende,meistens ausgebuchtet fiedertheilige, seltner ganze Blätter, unter-schieden wird.

Der Stengel der ächten Lactuca virosa ist gerade aufrecht, nach oben sehrästig, stielrund, unten stachlig, zuweilen roth geneckt, vier bis sechs Fuss hoch.Die Wurzelblätter sind ziemlich gross , verkehrt eiförmig, länglich stumpt, ineinen Blattstiel verschmälert. Die Stengclblätter sind sitzend, stengelumfassend,länglieh, nach der Spitze breiter und stumpf, gewöhnlich nur buchtig gezahnt,oder auch fast gefiedert zerschnitten. Die Astblätter sind pfeilförmig, mit stum-pfen Lappen, und sind mehr lanzettförmig spitz; alle sind abstehend und ho-rizontal (d. h. mit den Rändern wie gewöhnlich nach dein Hori-zont gerichtet), am Rande dornig gezahnt, oben dunkelgrün und glatt, untenblaugrün und an der Mittelrippe stachlig, dabei im ausgebildeten Zustande etwassteif.

Die Blätter der Lactuca Scariola sind buchtig - gefiedert - zerschnitten, sehrselten ganz, auf beiden Seiten grün, auf der Mittelrippe ebenfalls stachlig, sierichten sieh mit einem Rande gewöhnlich nach oben. Die Lactucavirosa hat schwarze, die Scariola hellbraune Achenen.

Beide Pflanzen enthalten einen weissen Milchsaft von schlaf bringenden nar-kotischen Eigenschaften. Es steht noch nicht fest, ob die medicinischen Eigen-schaften beiiler gleich und gleichstark seien, weshalb die Verwechselung zu ver-meiden ist. Im getrockneten Zustande wird die Pflanze nicht aufbewahrt.

Aus dein durch Einschnitte austliessenden Safte der Lactuca virosa wird(1 »rch blosses Eintrocknen das Lactucarium erhalten. Es bildet massive Stück-° he n, aussen von brauner, innen von gelber Farbe, welche einen eigenthümli-ch «i, mohnartigen Geruch besitzen. Man hat in dem Lactucarium einen eigen-tümlichen Körper entdeckt, dem man den Namen Lactucin gegeben hat, dessenRollo aber weit entfernt von derjenigen ist, welche das Morphin im Opiumspielt. Das Lactuoin ist ziemlich schwierig krystallinisch, geruchlos, etwas gelb-lich, von bitterem Geschmacke, sehr leicht zersetzbar, neutral und kein Alkaloid.Es ist nicht der Träger der Arzneiwirkung des Lactucariums.

Das Lactucarium wird bei Zell an der Mosel in grossem Maassstabe be-reitet. Die Pflanze wird an wilden steilen Abhängen angebaut, wo sie schonzerstreut von selbst vorkam. Der Apotheker Goeres in Zell liefert ein soschönes Lactucarium, als es bis dahin noch nicht im Handel vorgekommen war.

Die Lactuca gehört zur Syngenesia aequalis, Cl. XIX- Ord. 1.

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Herba Lobeliae. SobeUenfrmtt.

Lobelia inflata Linn. LobeUaceae.

Das blühende Kraut mit fusshohem Stengel und darüber,unten einfach, rauhhaarig, oben verästelt, glatt, mit sitzenden,