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1 (1854)
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366 Extractum Graminis. — Extractum Graiuinis liquidum.

was eine mühsame Arbeit war. Das Extract wurde mit 2 Volum Wasser ver-dünnt, absetzen gelassen und auf gute Filter gegeben. Alle Versuche mit Co-latorien, Spitzbeuteln, Sieben und ahnlichen Dingen führten nicht zum Ziele.Filter leisteten noch den besten Dienst. Wenn ein solches Filter mit Schlammgefüllt war, so wurde es gedeckt, d. h. mit Filtrirpapier überlegt und daraufreines Wasser gegossen. Um die Arbeit zu beschleunigen, wurden C Bogenfilteraufgestellt. Die filtrirte Flüssigkeit gab mit Säurezusatz keinen Niederschlag,schied auch beim ferneren Eindampfen diesen sehleimigen Stoff nicht von Neuemaus, und das fertige Extract löse sich ganz klar in Wasser auf.

Das Gentianaextract ist gelbbraun von Farbe, hat sehr stark den eigentlium-lichen Geruch der Gentiana. Auf weisses Papier gestrichen, giebt es einenbräunlich gelben ganz klaren Strich. Es ist ausgezeichnet haltbar.

Extractum Graminis. .Ducrfencrrvart.

Es soll aus Quecken wur-^el wie das Extractum Absinthii be-reitet werden, nur dass ein Pfund des Extractes in vier PfundWasser gelöst, die Lösung filtrirt und im Dampfbade bei 52bis 60° R. (65 bis 75° C.) zur Extractdicke verdampft werden soll.Es sei von rothbrauner Farbe, die wässerige Losung röthlich, klar.

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Der Dichtigkeit und Glätte der Queckenwurzel setzen ihrer Extraction t\;\:<grössto Ilindcrniss entgegen. Das blosse Zerschneiden macht die Queckenwurzelnicht zum Ausziehen geeignet, sondern die Faser muss zerrissen oder zerstampftwerden. Man bedient sich dazu einer Schrotmühle. Wenn die Wurzel in die-ser Art aufgelockert ist, lässt sie sich leichter und vollständiger ausziehen. DasDecoct ist ziemlich schwach gefärbt und nimmt erst durch Eindampfen und dieBerührung der Luft die dunklere Farbe an. Das Extract hat einen angenehmen,süssen Geschmack. Es ist mehr ein Nahrung« - als Arzneimittel. Man kannes in grossen Mengen ohne sichtbare Wirkung gemessen, 21 Pfund Wurzelngaben 4 Pfund Extract. Siehe den folgenden Artikel.

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Extractum Graminis liquidum. CUiedfemmtf.

Nimm: Queckenextract drei Theile,

destillirtes Wasser einen Theil,mische sie.

Es sei klar, von braunrother Farbe, und der Dicke eines Syrups.

Diese Mellago wird natürlich nur ex tempore bereitet und nicht vorratliiggehalten, ausser, wenn man eines täglichen und starken Verbrauches sicher wäre.Ein Arzt, dem die Pharmacopoe bekannt ist, wird in Arzneien die Meüago nie-mals verschreiben, sondern 3 / 4 ihres Gewichtes reines Extract verordnen. Ebensowird der Apotheker zu Mixturen diese Arzneifonn nicht erst darstellen, sondernauch Vi der verschriebenen Menge an Extract dispensiren.

Die Bereitung der Mellago aus frischen und getrockneten Wurzeln war einKreuz für den Apotheker. Der ausgepresste Saft der frischen Wurzeln Hesssich nicht klären, und beide Mellagines waren sehr dem Verderben unterworfen.