Cuprum sulphuricum venale.
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passende Reagentien aufsucht. Schwefelsaures Kali kann ebenfalls mit demKupfervitriol krystallisiren. Wenn man mit Schwefelammonium fällt, so lässtdie abfiltrirte Flüssigkeit nach dem Eindampfen und Glühen im Platintiegcl einSalz zurück, welches mit kohlensaurem Kali keinen Niederschlag giebt, übrigensdie Eigenschaften des schwefelsauren Kalis besitzt.
Der Kupfervitriol vertrügt gelindes Glühen ohne Zersetzung. In starkerGlühhitze wird er aber zersetzt, indem schwefligsaures Gas und Sauerstoffgas'•n1 weicht. Vollkommen getrocknet ist der Kupfervitriol fast ganz weiss. JederTropfen Wasser bringt einen blauen Fleck hervor, indem die Farbe nur dergewässerten Verbindung zukommt. Die Zusammensetzung des kryslallisirtenSalzes ist 1 At. Kupferoxyd, 1 At. Schwefelsäure und 5 At Wasser (Cu 0 -f-s 0 3 -\- 5IIO = 40 -4- 40 -)- 45 = 125). Er macht einen Bestandteil desLapis divinus aus.
Cuprum sulphuricum venale. Ääuflid;eS fdjwefelfaurcö Äuyfev.
ntriolum de Cypro s. coerulevm. Sulphas cupricus cum Aqua crudus.
Gtyprifcbcr ober blauer Vitriol, -Kupfervitriol.
Ein Salz in Krystallen oder blauen kristallinischen, durchschei-nenden, mit der Zeit verwitternden Krusten, zerrieben weiss werdend,v on herbem Geschmackc, in vier Theilen kalten und zwei Theilenwarmen Wassers löslieli, in höchst rectificirtem Weingeiste gar nichtlöslich, aus Kupferoxyd, Schwefelsäure und Wasser bestehend.
Es wird in bergmännischen Hütten bereitet.
Es sei mit schwefelsaurem Zinkoxyd und namentlich mit schwefelsaurem Ei-senoxydul nicht zu sehr verunreinigt. Es darf nur zum ausserlichen Gebrauchangewandt werden und ist vorsichtig aufzubewahren.
Es kommt jetzt sehr viel vollkommen reiner Kupfervitriol im Handel vor,der theils als Nebenprodukt der Silberscheidung, theils ans dem besseren llüt-tenbetriebe herrührt. Die Galvanoplastik hat das Bedürfnis« eines reinen Ku-l'^'i'vitnoU hervorgerufen. Man erhält ihn beim Hüttenbetriebe durch Rösten
v °n natürlichem oder künstlichem Schwefelkupfer, aus dem man das gebildeteSwurefelsaure Oxyd mit Wasser auszieht.
Der Kupferkies, eine natürlich vorkommende Verbindung von gleichen Ato-men einfach Schwefeleisen und Schwefelkupfer, wird in Gestalt von Schlich(.oder Pulver) auf dem Ileerde eines Flammofens G Stunden lang unter öfteremUmwenden geröstet und noch über Nacht im heissen Ölen gelassen. Bei zugelindem Erhitzen bildet sich nur Eisenvitriol; bei hinreichend starker Hitzegeht dieser grösstentheils in Eisenoxyd über. Man laugt das noch heissc ge-rostete Erz mit Wasser aus, dampft ab und lägst in hölzernen Kübeln an höl-*WBe Stäbe die Krystalle anseliiesscn.
Nach einer anderen Methode stellt man das Sehwcfelkupfer erst künstlich
dar, 4 Tille. Kupferabfälle werden in einem Flammofen zum Glühen erhitzt,
nach Verschliessung aller Luftzüge 1 Thl. Schwefel zugesetzt. Nachdem sich
das Schwefelkupfer (Cu 2 S oder llalhschwel'elkupl'er) gebildet hat, öffnet man
l « Züge, lässt die Flammen einige Zeit einwirken und hisst dann die Masse
f> unvollk........enem Verschlusse des Ofens abkühlen. Man zieht dann (las ge-rn" t^ 6 S *' Z ""' Wassl>1 ' * U9 > uml unterwirft den Rest derselben Behandlung,Wsata neuer Kupferabfalle von vorn anfangend. Uebcr die Eigenschaften,1 un d die Prülüng des Salzes siehe den vorhergehenden Artikel.