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1 (1854)
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Castoreum.

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('astoreum. StbergeU.

( 'astor Fiber Linn. <Sdugett)icre. Singer.

Bälge (zuweilen zwei verbundene) bis zu drei Zoll lang, platt-gedrückt, bis zwei Zoll breit und einen und einen halben Zoll dick,äusserlich durch Austrocknen im Rauche mehr oder weniger braun-schwarz, nicht behaart, mit einer dünnen äusseren Haut, welcheeine Muskelschicht überzieht, einer zweiten sehr dicken und star-ken, endlich einer dritten starken, die auf mannigfache Weise diemit dem Bibergeil angefüllte Höhlung durchsetzt. Dieses stellt einefeste, frisch gelbbraune, etwas fettige, getrocknet braune, zerreib-liche Masse dar, von bitterlich scharfem Geschmacke, einem eigen-thümlichen durchdringenden Gerüche, in höchst rectificirtem Wein-geist ganz löslich. Die Bälge werden vorzüglich aus Russland undPolen hergebracht.

Die Pharmacopoe nennt mit Recht das beste Bibergeil geradezu Castoreum,und das minder gute nach seiner Herkunft Castoreum canadense. In allen Fidlen,wo das Bibergeil nicht näher bezeichnet ist, soll das sibirische genommen werden.Zum pharmaceutischen Gebrauche wird es in Substanz zur Anfertigung der Tinc-turen und in Pulver zum Gebrauche in der Receptur vorräthig gehalten. Ks istanter allen Umstanden Sache des Principals, das Castoreum zum Gebrauehe zu-recht zu machen. Die schönsten und hellsten Beutel, die weichen und beimDurchschneiden noch last schmierigen sind auch die frischsten, welche die meisteFeuchtigkeit enthalten. Es ist nicht zulässig, dieselben in einem festverschlosse-nen Gefässe, sei es Blech, Porcellan oder Glas, in diesem Zustande aufzubewah-ren, in der Absicht, einer Gewichtsverminderung zu entgehen Bei demjenigen,welches zur Receptur bestimmt ist, lasst sich diese Gewichtsabnahme doch nichtvermeiden, weil es in diesem feuchten Zustande nicht zu Pulver zerrieben werdenkann, und bei dem zu Tincturen bestimmten würde man Gefahr laufen, eineVerschlechterung der ganzen Substanz zu erleiden, das noch feuchte Castoreumist in luftdichten Gefässen dem Schimmeln unterworfen. Ebensowenig darf manes in offenen, oder nur mit Papier zugebundenen Gefässen, oder gar in papiere-nen Tuten bewahren: es würde durch allmäligen Verlust von ätherischem Oelebedeutend an Wirksamkeit verlieren. Alle Arzneimittel werden trocken ambesten aulbewahrt. Man schneide das Castoreum mit einem scharfen Federmessererst der Länge nach durch, dann in die Quere in dünne Scheibchen, breite sieauf einem Papiere aus und bringe sie mit trockenem Chlorealcium, welches auleinem Teller ausgebreitet ist, unter eine Glasglocke oder ein anderes passende:Gef äss. Hat man einen passenden gusseisernen Grapen mit passendem Deckel,so kann man darin nebeneinander zwei Gläser stellen, wovon das eine die Chlor-calciumstucke, das andere das Castoreum enthält. Bei gut aufgesetztem Deckelwird die Luft allmählig austrocknen und die Feuchtigkeit vom Castoreum zumChlorealcium wandern, ohne dass Luftwechsel stattfindet. In dieser Art findetein vollkommenes Austrocknen in wenigen Tagen Start, und das Castoreum ver-liert nichts an seinen wirksamen Bestandteilen. Die so ausgetrockneten Stuckelassen sich nun ferner in einem luftdicht verschlossenen Glase aufbewahren. Diezur Receptur bestimmten Stücke werden in einem Mörser unter starkem Drucke