Cassia cinnamomea.
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brauche in der Haushaltung und der Conditorei auch in der Arzneikunst vieleAnwendung findet Die Zimmtcassie ist in ganzer Substanz, als grobes Pulverzu Auszügen und Infusionen, als feines Pulver zum Conspergiren und als Zusatzzu Pulvern vorräthig. Der Zimrat staubt beim Stossen nicht so stark, wie an-dere Rinden, die kein ätherisches Oel enthalten. Er wird durch das feinste Haar-sieb oder auch Seidenflorsieb geschlagen. Er darf nur sehr gelinde und nichtlange getrocknet werden, weil er sonst zu leicht einen Verlust an ätherischemOele erleidet. Von dem Zimmt hat die Pharmacopoe eine geistige Tincturwelche neben den aromatischen auch die adstringirenden Eigenschaften desZimmts besitzt und häufig bei Mutterblutflüssen gebraucht wird; ferner einenSyrup, zwei destillirte Wasser; endlich macht er noch einen Bestandtheil imPulvis aromalicns , der linctura aromatica, dem Elixir Aurantior. compo.i., dembyrupus Rhei, Decoctum Zittmanni mitius und der Tinct. Opii crocata aus.
Die Zimmtcassie ist in China und Cochinchina zu Hause und wächst auch•n Sumatra, Java, Ceylon, Malabar und auf Martinique. Die Mutterpflanze istCmnainoinviii aromaticum, auch Laurus Cassia oder Persea Cassia Sprengel ge-nannt, und Laurus Cinnamomum, und gehört zur Ennexmdria , Monogynia,Classe IX., Ordn. 1. des Linne' sehen Systems. Der Baum erreicht eine Hohevon 20 bis 25 Fuss und sieht dem wahren Zimmtbaume sehr ähnlieh, zu dem ervon Einigen als eine blosse Varietät betrachtet wird. Die Blätter sind lanzett-förmig, dreirippig, unten grau, abwechselnd. Die Frucht ist eine Steinfrucht,'anglich, schwärzlich und enthält einen rothen Kern. Dieser Baum grünt dasganze Jahr hindurch. Die Rinde desselben ist die Zimmtcassie, welche indischeroder chinesischer Zimmt, Cinnamomum indicum oder sinense genannt wird. Esls t die innere Rinde der Aeste und hat mit der ächten Zinimtrinde in Ansehungdes Geruchs und Geschmacks sehr viele Aehnlichkeit. Sie unterscheidet sichjedoch davon durch ihre dunklere Farbe und brennenderen, feurigeren und schär-feren Geschmack; auch ist sie gröber, härter und etwas dicker. Wir erhaltens ie durch die Engländer in pfundsehweren, dreiviertel Ellen langen, an beidenluden und in der Mitte zusammengebundenen Bündeln. Sie ist mit in dieLänge, theils gerade durchlaufenden, theils gewundenen, hellfarbigen Adern be-zeichnet, von ebenem, blasserem Bruche, bald in halb liniendicken glatten Röhrenzusammengerollt, bald in stärkeren, über eine Linie dicken, fünf bis sechs Linienbreiten, platteren Stücken. Sic behalt ihren eigenthümlichen Geschmack und«eruch länger, lässt sich aber nicht, wegen ihres grossen Gehaltes an ätheri-schem Oel, zu einem so feinen Pulver bringen, als der ächte Zimmt. Bei derDestillation liefert sie über doppelt soviel ätherisches Oel als der ächte Zimmt,welches Oel, sowie das dabei gewonnene ölreichc Wasser sich von dem aus letz-terem dcstillirtcn nicht unterscheiden lässt. Auch ist diese Rinde weit wohlfeilerals der ceylonische Zimmt.
Diese Zimmtsorte wird öfters mit dem Mutterzimmt (Cassia lignea), derRinde des in Ostindien, vorzüglich in Malabar wachsenden Mutterzimmtbaumes(Laurus Malabathrum Burmanni) verwechselt. Diese Rinde besteht, wie dieZunmtcassie aus röhrigen, platten, auf frischem Bruche glatten, nicht faserigenStücken, die sich auch durch ihre dunklere Farbe, rauhere Oberfläche, ihren weitschwächeren Geruch und Geschmack und vorzüglich durch den vielen Schleim,den sie beim Kauen und Kochen mit Wasser geben, unterscheiden. Der Auf-guss des Pulvers mit kochendem Wasser soll, nach Einigen, zu einer Gallerte ge-stehen, was von Martius in Abrede gestellt wird. Bei der Destillation erhältn»an ein milchiges Wasser, welches jedoch kein ätherisches Oel absetzt.
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