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1 (1854)
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211
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Argen tum.

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Man bringe das Silber, gewaschen und gewogen, in einen Kolben oder,grosserer Sicherheit wegen, in eine Porcellanschale, überglesse es mit chemischreiner Salpetersäure und erwärme das Gemenge auf dem Dampfapparate. DiePorcellanschale bedecke man mit dem abgesprengten Boden einer zerbrochenenRetorte oder eines Kolbens, indem man die eonvexe Seite in die Schale hinein-ragen lässt. Beim Auflösen spritzt die Flüssigkeit sehr stark, indem jedes Bläs-chen Stickstofloxydgas ein feines Tröpfchen der Lösung in die Höhe reisst,welche zum Theil über den Rand der Schale hinausfallen. Alle diese Tropfenwerden von der gläsernen Schale aufgefangen und rinnen mit zugleich verdich-teter Salpetersäure nach der Mitte derselben zusammen, wo sie in Tropfen wie-der in die Flüssigkeit zurückfallen. Man kann auch die gläserne Schale mitkaltem Wasser füllen und dadurch das Entweichen verdunsteter Salpetersäureganz verhindern. Sobald die Einwirkung nachlässt, ermittele man, ob noch un-gelöstes Silber vorhanden ist, in welchem Falle man neue kleine Mengen Sal-petersäure hinzufügt. Ist die Auflösung vollständig geschehen, so lasse mansie noch eine Viertelstunde auf dem Dampfe stehen, wodurch sich die obereDeckelschale vollkommen rein spült. Man verdünne nun die Lösung mit demdoppelten Gewichte destillirten Wassers und bringe sie auf ein Filter. NachdemAlles ausgelaufen, süsse man das Filter mit reichlicher Menge warmen destillir-ten Wassers aus und fange die blaue Auflösung in einer grossen starken Flascheauf. Zu derselben füge man nun eine Auflösung von Kochsalz, indem manzwischen jedem Zusätze heftig schüttelt, wodurch das gefällte Chlorsilber sichfester zu kleinen Massen vereinigt. Wenn ein kleiner Zusatz von der Kochsalz-lösung keinen Niederschlag und keine Trübung mehr bewirkt, höre man mitdem ferneren Zusätze auf, da er in geringem Grade lösend auf das Chlorsilberwirkt. Man lasse nun etwas absetzen, bringe die blaue Flüssigkeit zuerst, dannauch den käsigen Niederschlag vollständig auf ein glattes Filter und süsse mitdestillirtem Wasser aus, bis das ablaufende Wasser mit Silberlösung keine Re-action mehr zeigt. Nun spritze man den Niederschlag mit der Spritzflaschezusammen und lasse vollkommen ablaufen. Den vollkommen ausgewaschenenund dadurch von anderen Metallen gereinigten Niederschlag reducire man durchBildung einer einfachen galvanischen Kette, wobei aber das Zink mit dem Chlor-sdber selbst in keine directe Berührung kommt, sondern durch eine für Flüssig-keit und den elektrischen Strom durchdringliche Wand getrennt ist. Man kanndies auf verschiedene Weise ausführen.

Man setze das Filter mit dem Niederschlage in einen kleinen Salbentopf,so dass es zum grössten Theile darüber herausrage, stelle beide in ein weitesgeradwandiges Gefäss, in welches man eine verdünnte Lösung von Kochsalzoder eine sehr verdünnte Schwefelsäure giesst (1 auf CO), so dass sie etwashöher als der Niederschlag steht, giesse von derselben Flüssigkeit auch auf dasFilter, damit die Flüssigkeit innen und aussen gleich hoch stehe.

Nun verbinde man ein Stück Zink, als Platte oder Stange, mit einemDrahte von Kupfer oder Silber, oder dessen Ende nur von Silber ist, stelle dasZink ausserhalb des Filters in das äussere Gefäss und leite das Ende des Drah-tes in die Milte des Chlorsilbers. Es entsteht ein bräunlicher Fleck um denDraht, der sich rasch vergrößert und endlieh alle in Berührung stehendenTheile des Chlorsilbers durchdringt, womit dann die Reduction vollendet ist.

Oder man lasse das Chlorsiluer auf den mit einer Thierblase verbundenenB oden eines Lampencylindeis sinken, versenke diesen Cylinder bis zur Hälfte' Sl ''"e,- Höhe, aber nicht bis zum Aufsitzen, in ein anderes Gefäss, welches vci-d"uute Schwefelsäure enthält, fülle es damit zu gleicher Höhe au und lasse das*fde des Silberdrahtes in das Chlorsilber tauchen, das auf de,- anderen Sert*mit eme r Zinkstange verbunden ist, die in der äusseren Flüssigkeit versenkt ist.

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