Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
24
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

24

A ei dum aceticum.

k

Bei Wiederholung desselben Versuches wurden 5 Unzen einer sehr reinenEssigsäure gewonnen, aus der sieh bei -\~ 4 1 /.,' 1 R, viel krystallisirte Säure aus-schied. In dem Kühlrohre waren noeh l 1 /« Drachmen Kisessig erstarrt.

Als zu dem Salzrückstand noch einmal Schwefelsäure und Wasser gesetztund destillirt wurde, gingen noch 5 Unzen einer sehr dünnen Essigsäure über.Wenn auch die angewandte Schwefelsäure zum Zersetzen des essigsauren Na-trons hinreichend war, so war sie doch zur allseitigen Berührung und Durch-dringung nicht genügend, und aus diesem Grunde blieb ein Theil des essigsau-ren Salzes unzersetzt. Es bildet sich nämlich sogleich wasserleeres Glaubersalz,was die ausgeschiedene Essigsäure verschluckt und dem Durchdringen der übri-gen Schwefelsäure Hindernisse entgegenstellt.

Es musste demnach die Menge der Flüssigkeit vermehrt werden, damit alleTheile zur Wirkung kämen. Eine andere Flüssigkeit als concentrirte Schwe-felsäure konnte nicht gewählt werden. Es wurden demnach zu derselben Mengevon 9% Unzen trocknern essigsauren Natron noch ferner 3 Unzen, im Ganzenalso 9 Unzen Schwefelsäure zugefügt und eine Destillation eingeleitet. Es fandeine vollständige Durchdringung und leichte Destillation statt und es wurdenin zwei Versuchen jedesmal 7 Unzen von 1,0037 specii'. Gewicht erhalten. Dadieser Versuch so günstig abgelaufen war, so wurde er, um ihn festzustellen,in grösserem Maasstabe wiederholt.

12 Pfund, zu 16 Unzen, kryställisirtes essigsaure sNatron wurden durch Er-hitzen und Schmelzen vom Krystallwasser befreit und warm in eine Betortegebracht. Die ausgetrocknete Masse wog 7 Pfund II Unzen; hierzu wurden7 Pfund Schwefelsäure von 1,847 specii. Gewicht gebracht. Die Substanzen er-hitzten sich in dem Mafsc, dass die Destillation der Essigsäure ohne Feuer an-fing. Nachdem diese erste stürmische Einwirkung, welche übrigens mit keinemSteigen verbanden war, nachgelassen hatte, wurde die Retorte im Sandbade er-hitzt und die Producte fraetionswei.se aufgefangen) Die ersten fünf Portionenwaren im specii'. Gewichte sehr wenig verschiede:!. Die zweite war die leich-teste. Sie wogen zusammen 3 Pfund 10 Unzen, hatten ein speeif. Gewicht von1,068 und waren vollkommen frei von schwefliger und Schwefelsäure. Die Jah-reszeit (Mai 1852) erlaubte nicht, sie frieren zu lassen. Die zwei letzten Por-tionen waren weniger rein, rochen etwas schweflig, und die letzte war sogargelblich. Sie hatten ein speeif. Gewicht von 1,071 und 1,0734.

Um die Wirkung eines noch höheren Verhältnisses von Schwefelsäure zuprüfen, wurden noch zwei Gemenge eingesetzt. C Pfund trocknes essigsauresNatron wurden mit 0 Pfund Schwefelsäure übergössen. Die Einwirkung warauch hier so heftig, dass ohne weiteres Feuer etwa G Unzen Säure über-dcslillirten. Die Destillation ging sehr leicht.

Die speeifischen Gewichte waren der Reihe nach 1.0G4; 1 0G0; 1,0509;1,0005; 1,0040 und 1,0G7. Hier war also das dritte Product das leichteste undgerade gleich der Säure von van der Toorn.

il Pfund trocknes essigsaures Natron wurden mit 12 Pfund Schwei'elsäure-hydrat Übergossen und die Destillate einzeln gesammelt. Die speeif. Gewichtewaren der Heilte nach 1,0027; 1,0580; 1,0575; 1,0591; 1,0G25; 1,0083. Auchhier war das dritte das leichteste.

Man ersiebt, dass mit der zunehmenden Menge Schwefelsäure die Producteallerdings in ihrem speeif. Gewicht sich dem van der Toorn'schen nähern unddiese Thatsache möchte für denjenigen von Interesse sein, welcher sich dasreine Hydrat zum Zweck einer Analyse bereiten wollte. Für die Pharmaciehat diese Untersuchung bereits hier schon keinen praktischen Werth mehr, dudas Essigsäurehydrat keine medicinischen Kräfte hat, und es zu seiner Anwen-