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Zincum oxydatum valerianicum.
In Bezug auf die Nachweisung des Eisens ist zu bemerken,dass die reine schwefelsaure Zinklösung durch Gerbesäure keineTrübung erleidet, es also nicht, wie beim essigsauren und salz-sauren Zink, nöthig wird, mit Essigsäure anzusäuern.
Zincum oxydatum valerianicum.
(Baldriansaures Zinkoxyd J
Formel des wasserfreien: ZnO -f- C 10 H 9 0 3 = ZnO + Va.
Formel des wasserhaltigen: ZnO + C 10 H 9 0 3 + 12 HO =
ZnO + Va + 12 HO.
Bereitung. 1 Theil reine Baldriansäure (das dreifacheHydrat) löse man in einem gläsernen Kolben in 90 TheilenWasser auf, setze */, Theil kohlensaures Zinkoxyd (ambesten im frisohgefällten, noch feuchten Zustande, wobei das an-hängende Wasser mit in Anschlag zu bringen, und zugleich zuberücksichtigen ist, dass 15 Theile krystallisirter Zinkvitriol ohn«gefähr 6 Theilen basisch kohlensaurem Zinkoxyde entsprechen,s. Zincum oxydat. alb.J hinzu, digerire einige Stunden lang beiganz gelinder Wärme im Sandbade, filtrire nach vollständigemWiedererkalten und dampfe das Filtrat in gelinder Wärme zurHälfte ab. Das dadurch ausgeschiedene Salz trenne man durchKoliren von der noch warmen Lauge, und verdunste letztereweiter. Sämmtliches Salz trockne man in gelinder Wärme. Eswird etwas über 1 Theil wiegen.
Das wasserhaltige Salz erhält man, wenn man das frischgefällte und gewaschene kohlensaure Zinkoxyd nur mit so vielWasser anrührt, dass ein dünner Brei entsteht, dann die reineBaldriansäure im oben angegebenen Verhältnisse und ohne wei-tern Zusatz von Wasser hinzumischt, und die Masse bei ganzgelinder Wärme austrocknet.
Vorgang. Das kohlensaure Zinkoxyd wird, besonders wennes frisch gefällt ist, von einer wässrigen Lösung der Baldrian-säure leicht aufgenommen, und in neutrales baldriansaures Zink-oxyd verwandelt; die Kohlensäure entweicht.1 M.-G. 3 ZnO + C0 2 -f- 3 HO und 3 M.-G. Va + 3 HO
bilden:
3 M.-G, ZnO + Va, 12 M.-G. HO und 1 M.-G. C0 3 .