Zincum oxydatum sulphuricum.
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violette Färbung oder Fällung), so filtrire man das Ganze. Solltedagegen (was indessen kaum eintreten dürfte) Gerbesäure diebesagte Veränderung hervorbringen, so muss noch ein wenigkohlensaure Natronlösung hinzugefügt und die Digestion mit demdadurch entstandenen Niederschlage noch 1 Tag lang fortgesetztwerden — kurz so lange, bis Gerbesäure sich indifferent zeigt.Die gereinigte Solution befördere man durch Verdunsten in einerporcellanenen Schale zur Krystallisation, die Krystalle trockne manauf Druckpapier bei gewöhnlicher Temperatur an der Luft undbewahre sie an einem kühlen Orte auf, die letzte Mutterlaugeaber giesse man weg. Man bekommt von 2 Theilen Zink gegen8 Theile krystallisirten Vitriol.
Statt der reinen concentrirten Schwefelsäure kann man sichmit demselben Erfolge des Rückstandes von der Destilla-tion des Aethers zum Auflösen des Zinks bedienen; man ver-dünnt ihn gleichfalls vorher mit Wasser, nimmt aber von letztermnicht das Fünffache, denn 5 Theile Aetherrückstand sind an Stärkenur ohngefähr 3 Th. conc. Schwefelsäure gleich, sondern blosssoviel, dass das speciflsche Gewicht der verdünnten Schwefelsäure(1,125) erreicht wird. Immerhin ist aber auch hier dahin zusehen, dass nach beendigter Gasentwicklung, d. h. nachdem alleSäure an das Zink gebunden ist, noch eine Portion metallischesZink im Ueberschuss bleibt.
Den gemeinen Zinkvitriol zu reinigen, ist kostspieliger alsdie Darstellung aus dem Metalle und daher schon aus diesemGrunde nicht zu empfehlen.
Vorgang. Verdünnte Schwefelsäure löst das Zink unter Ent-wicklung von Wasserstoffgas leicht auf; der Wasserstoff tritt inFolge der Zersetzung von Wasser auf, dessen Sauerstoff das Me-tall in Oxyd verwandelt, welches letztere sich nun an die Schwe-felsäure bindet und, mit einer gewissen Portion Wasser, den Zink-vitriol bildet.
1 M.-G. Zn, 1 M.-G. S0 3 -f- HO und 7 M.-G. HO bilden:1 M.-G. ZnO + S0 3 + 7 HO und 1 M.-G. H.
407 Theile Zink bedürfen also, abgesehen von dem zur Ver-dünnung nothwendigen Wasser, 613 Theile Schwefelsäurehydrat.Der grösste Theil des Zinks löst sich schon in der Kälte auf undder Rest verschwindet bei der nachherigen warmen Digestion.Das dabei entweichende Gas besitzt einen stinkenden Geruch, derdem reinen Wasserstoff nicht zukommt, sondern hauptsächlich von