?44
Zincum oxydatum sulphuricum.
entwickelt brenzliche Produkte; das Zinkoxyd wird zu gleicherZeit reducirt, bricht beim Zutritt der Luft in eine bläulichweisseFlamme aus und verbrennt zu Oxyd. Es löst sich im Wasserund Weingeist; vom Wasser bedarf es bei gewöhnlicher Tempe-ratur 3 Theile, im Kochen % Theil, vom 80procentigen Wein-geist bei gewöhnlicher Temperatur 30 Theile, im Kochen 1 Theil;die Lösungen reagiren sauer. Etwaige Verunreinigungen mit an-dern Metallen u. s.w. können, wie bei Zincum chloratum, Chlor-verbindungen durch essigsaures Silber nachgewiesen werden.
Xincum oxydatum sulphuricum,
(Vüriolum zinci, Vitriohim album. Schwefelsaures Zinkoxyd,Zinkvitriol, weisser Vitriol, weisser Galitzenstein.)
Formel: ZnO + S0 3 + 7 HO.Bereitung. In einem bleiernen Kessel mische man 3 Theileconcentrirte (englische) Schwefelsäure mit 15 Thei-len Wasser, setze, während die Mischung noch warm ist,2 Theile zerkleinertes käufliches Zink hinzu, und lassedas Ganze unter öfterm Umrühren mit einem porcellaneuen oderhölzernen Spatel bei gewöhnlicher Temperatur einige Tage hin-durch stehen. Jetzt erhitze man den Kessel durch ein massigesKohlenfeuer so lange, bis keine merkliche Einwirkung der Säuremehr wahrzunehmen ist, lege in die Auflösung wiederum % vomGewichte des bereits verbrauchten Zinks, fahre mit der Di-gestion noch 1—2 Tage fort, und flltrire warm. Das Filtrat verdünneman in einer Flasche mit so viel Wasser, dass es 32 Theile be-trägt, wiege 2 Theile davon ab, präcipitire diese mit kohlen-saurem Natron, wobei ein bedeutender Ueberschuss des letz-tern zu vermeiden ist, giesse den weissen ausgewaschenen Breizu den übrigen 30 Theilen des Filtrats, und leite in diese trübeFlüssigkeit so lange Chlor gas, bis sie deutlich danach riecht.Zur Entwicklung des Chlors sind auf 2 Theile Zink nur % TheilBraunstein und 3 / 8 Theile Salzsäure erforderlich. Nachdem diemit Chlorgas gesättigte Flüssigkeit 1 Tag hindurch unter öftermUmschütteln gestanden hat, flltrire man eine Probe davon ab,verdünne dieselbe mit Wasser und setze eine Auflösung vonGerbesäure hinzu; entsteht dadurch keine Veränderung (keine