*S8 Zincnm oxydatum.
Xincum oxydatum.
(Flores zinci. Zinkoxyd, Zinkblumen.)Formel: ZnO.
Bereitung, a) Auf trocknem Wege. Eine beliebige Mengereines (deslillirtes) Zink schütte man in einen hessischenSchmelztiegel, welcher nur zu */ 8 davon angefüllt wird, setzeden Tiegel in einen Windofen schräg und zwar so ein, dass derBoden auf einem Stück Ziegel, der auf dem Roste liegt, und derRand auf dem Rande des Ofens ruht, und erhitze ihn durchKohlenfeuer. Sobald das Zink geschmolzen und der Tiegel insGlühen gekommen ist, ziehe man die auf dem flüssigen Zink be-findliche graue Decke ab, worauf das Zink in Flamme ausbricht,und nehme nun mit Hülfe eines breiten eisernen Spatels das fort-während sich bildende Oxyd weg, welches man zum Abkühlenauf einer eisernen oder kupfernen Platte ausbreitet. Wenn allesZink verbrannt ist, bringe man eine neue Portion in den Tiegelund verfahre wie zuvor. Sämmtliches Zinkoxyd reibe man ineiner porcellanenen Schale mit Wasser zum feinen Brei an, giessedenselben in einen gläsernen Cylinder, vermenge ihn mit nochmehr Wasser, lasse einige Minuten lang absetzen, giesse die trübeFlüssigkeit bis auf den grauweissen Satz in einen grössern Hafen,vermeuge den grauweissen Satz abermals mit Wasser, giessenach kurzer Ruhe ab, und wiederhole dieses Schlämmen, mit derVorsicht, dass keine metallischen Theile mit ausgegossen werden,so oft, bis fast alles Oxyd entfernt ist. Die zusammengegossenenFlüssigkeiten lasse man vollständig absetzen, dekantire, sammleden Niederschlag auf Leinwand, presse ihn aus und trockne ihnin der Wärme. Die Ausbeute beträgt ohngefähr so viel, als Zinkin Arbeit genommen wurde.
b) Auf nassem Wege. Eine beliebige Menge reinesschwefelsaures Zinkoxyd löse man in seinem dreissig-fachen Gewichte reinen heissen Wassers in einem Ge-fässe, welches nur zur Hälfte davon angefüllt wird, auf*} und
*) Es bedarf wohl kaum der Bemerkung, dass das schwefelsaure Zinkoxydnicht erst krystallisirt zu werden braucht, wenn man es bloss zumZweck der Darstellung von Zinkoxyd (auf die in dem Artikel,,Zinc. sulph." beschriebene Weise) aus dem metallischen Zink bereitethat. Der gemeine Zinkvitriol (weisse Galitzenstein) darf in keinem Fallezur Darstellung des Ziiikoxyds verwendet werden.