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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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737
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Zincum cyanatum ferratum,

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bindet, und das Cyanzink, mit dem Cyaneisen des Kaliumeisen-cyanürs vereinigt, Cyaneisenzink bildet.1 M.-G. 2 KCy + FeCy und 2 M.-G. ZnO + SO ;! bilden:2 M.-G. KO + SO, und 1 M.-G. 2 ZnCy + FeCy.Das Cyaneisenzink fällt aber unter diesen Umständen nichtals solches nieder, sondern vereinigt sich vorher zu 3 M.-G. mit1 M.-G. Kaliumeisencyanür (und 12 M.-G. Wasser).4 M.-G. 2 KCy + FeCy + 3 HO und 6 M.-G. ZnO + S0 3+ 7 HO bilden:

1 M.-G. (2KCy -f- FeCy) + 3 (2ZnCy + FeCy) + 12 HO.

6 M.-G. KO + SO ;i und 42 M.-G. HO.Oder mit andern Worten: beim Zusammentreffen von Kaliumeisen-cyanür und schwefelsaurem Zinkoxyd werden in 2 M.-G. deserstem 3 M.-G. Cyankalium durch 3 M.-G. Cyanzink ersetzt.

2 M.-G. 2 KCy + FeCy -j- 3 HO und 3 M.-G. ZnO + SO,

+ 7 HO bilden:

1 M.-G. (KCy + 3 ZnCy) + 2 FeCy + 6 HO,

3 M.-G. KO + S0 3 und 21 M.-G. HO.

Mag man nun die eine oder die andere Formel als das ra-tionelle Bild der Zusammensetzung des Niederschlags betrachten,so steht so viel fest, dass auf 3 M.-G. Zinkvitriol = 5385 Th.2 M.-G. gelbes Blutlaugensalz = 5285 Theile erforderlich sind.

Prüfung. Das Cyaneisenzinkkalium ist ein weisses, geruch-und geschmackloses Pulver, welches sich in seinem äussern An-sehen von dem vorigen Präparate höchstens dadurch unterscheidet,dass es nicht die blendende Weisse desselben hat. In einem Pla-tinlöffel erhitzt, färbt es sich, ohne zu schmelzen, anfangs grau-schwarz, wird aber nach und nach bräunlich und hinterlässt einGemenge von Eisenoxyd, Zinkoxyd und kohlensaurem Kali. An.Wasser darf es nichts Lösliches abgeben. In Salzsäure löst essich in der Wärme leicht und ohne Färbung auf; wird aber dieLösung eine Zeitlang gekocht, so färbt sie sich grünlich und lässtendlich Berlinerblau fallen. Durch das Kochen werden nämlichdas Cyanzink und das Cyankalium unter Entwicklung von Blau-säure in Chlormetalle verwandelt, während das Eisencyanür, nochCyan aufnehmend, in Cyanürcyanid (Berlinerblau) übergeht. Aetz-kalilauge löst es, gleich dem reinen Cyanzink, leicht und voll-ständig auf, nicht aber ätzendes Ammoniak.

+7

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