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Theobrominum,
des Wassers und kolire das klare Oel durch Leinwand, Man er-hält auf diese Weise von 1 Pfund präparirter Cacao beinahe% Pfund Fetl.
Vorgang. Das Theobromin befindet sich in den Cacaobohnenim freien Zustande und ist die Ursache des bittern Geschmacksderselben. Man kann sich zu seiner Darstellung zwar auch derrohen, entschälten und geslossenen Bohnen bedienen; allein weitbesser eignet sich dazu die zuvor feinpräparirte Substanz, weildiese vom Wasser leichter durchdrungen wird, und der Vortheilist in so fern ein doppelter, als zu gleicher Zeil auch das Fettder Bohnen sich vollständiger abscheidet. Wegen der Schwer-löslichkeit des Theobromins in Wasser (Weingeist und Aether)muss die Cacao wenigstens dreimal nach einander ausgekochtwerden; so erschöpft entwickelt sie demungeachtet beim Kauenimmer noch einen schwach bitterlichen Geschmack. Durch dasWasser wird auch eine ziemliche Portion farbiger Extraktivstoffaufgenommen; um denselben grösstentheils zu entfernen, wirdder Bleizucker angewandt, dessen Base mit jener Materie einenschmutzig grauen Niederschlag bildet. Die dadurch in Freiheitgesetzte Essigsäure des Bleizuckers hält aber einen kleinen Theildes Niederschlags in Auflösung, und um dessen Bleigehalt zu be-seitigen, ist die Behandlung des Filtrats mit Schwefelwasserstoffvorgeschrieben. Ohne diese Vorsicht würde später essigsauresBlei in den Weingeist übergeführt werden. Durch Abdampfenentweicht, neben Wasser, der überschüssig zugesetzte Schwefel-wasserstoff und die Essigsäure. Zur leichten und vollständigenAustrocknung des Extrakts behufs der Behandlung mit Weingeistdient der Zusatz des Kohlenpulvers. Da, wie schon oben erwähnt,das Theobromin auch in Weingeist schwer löslich ist, bedarf eseiner mehrmaligen Behandlung der kohligen Masse, um das Theo-bromin vollständig auszuziehen. Hierbei löst sich aber wiederumetwas farbiger Extraktivstoff auf, welcher nur schwierig durch eineanhaltende Digestion mit frisch geglüheter Kohle, rascher dagegendurch Sublimation zu beseitigen ist.
Prüfung. Das reine Theobromin ist ein weisses, in nichtganz gereinigtem Zustande schwach in's Böthlichbraune spielen-des, krystallinisehes (aus feinen glänzenden Nadeln bestehendes)Pulver, geruchlos, von bitterm, entfernt an Cacao erinnerndemGeschmacke. Es sublimirt bei 290—295" und geräth dabei zu-gleich ins Schmelzen; ein kohliger Bückstand hinterbleibt nur