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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Stibium chloratum liquidum.

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Chlorarsen, und beobachtet man die Vorsicht, die Vorlage zuwechseln, oder die Destillation zu unterbrechen, wenn etwa */ 3der Solution übergegangen ist, so erleidet man keinen Verlust anChlorantimon. Weiterhin verflüchtigt sich auch dieses (als saureVerbindung) und sammelt sich in der Vorlage als eine farbloseFlüssigkeit an; der Gehalt des Rückstandes an Wasser und freierSäure nimmt aber immer mehr ab, bis zuletzt reines (von Wasserund freier Säure freies) Antimonchlorid entweicht und sich in demkältern Theile des Retortcnhalses als eine weisse krystallinischeMasse von butterähnlicher Consistenz ansetzt, die aber durch ge-lindes Erwärmen des Halses leicht wieder verflüssigt und so demübrigen Destillate hinzugeführt werden kann. In der Retorte blei-ben Chlorblei, Chloreisen und Chlorkupfer; das Chlorarsen istschon mit dem ersten Dritttheil des Destillats fortgeschafft.

Aus dem Gesagten ergiebt sich, dass der ältere Name Spiess-

glanzbulter eigentlich nur dieser zuletzt auftretenden festen Masse

gebührt, welche man in frühern Zeiten durch trockne Destillation

von Antimon oder Schwefelantimon mit Quecksilberchlorid erhielt.

Hierbei blieb im erstem Falle reines Quecksilber (theilweise als

Calomel), im zweiten Schwefelquecksilber in der Retorte, denn

1 M.-G. Sb und 3 M.-G. HgCl bilden:

1 M.-G. SbCl 3 und 3 M.-G. Hg.

oder 1 M.-G. Sb und 6 M.-G. Hg Gl bilden:

1 M.-G. SbCl 3 und 3 M.-G. Hg 2 Cl.

Ferner: 1 M.-G. SbS 3 und 3 M.-G. HgCl bilden:

1 M.-G. SbClg und 3 M.-G. HgS.

Prüfimg, Das auf die angegebene Weise bereitete flussigeAntimonchlorid ist eine (wegen beigemischtem Eisenchlorid) dun-kelgelbe, im rectiiicirten Zustande aber wasserhelle Flüssigkeitvon 1,4 spec. Gew., welche an der Luft dampft, einen scharfsauren Geruch und ähnlichen ätzenden Geschmack besitzt. Seinhervorstechendster Charakter besteht darin, durch eine gewisseMenge Wasser milchig getrübt zu werden. Wenig Wasser bewirktkeine sichtbare Veränderung; in dem Maasse aber, als es ver-mehrt wird, bildet sich ein immer stärkerer Niederschlag, sozwar, dass anfangs eine basische unlösliche Verbindung (Chlor-antimon mit Antimonoxydhydrat) und eine saure lösliche (Chlor-antimon mit Salzsäure) entstehen. Weiterhin wird aber auch diesesaure lösliche Verbindung fast vollständig zerlegt, und wenn soviel Wasser zugegen ist, dass die überstehende Flüssigkeit keine