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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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601
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Natrium oxydatum pyro~[>hosphoricum ferratum liquidum.

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wieder mit der fünffachen Menge Wasser, setze 10 Theile was-serfreies pyrophosphorsaures Natron hinzu, unddannnochso viel destillirtes Wasser, dass alles 480 Theile beträgt.

Vorgang. Ueber den Process der Bereitung des Eisenchlo-rids giebt der betreffende Artikel die nöthige Erklärung. Daspyrophosphorsaure Natron erhält man, wie bereits in dem ArtikelNatrium oxyd. phosph." S. 597 angegeben ist, durch Glühen desgewöhnlichen, in der Wärme ausgetrockneten phosphorsauren Na-trons. Das pyrophosphorsaure Natron verbindet sich mit dempyropliosphorsauren Eisenoxyde zu einem äusserst leicht löslichenDoppelsalze, welches im festen Zustande nach der Formel

2 (2 NaO + P0 5 ) + (2 Fe,0 3 + 3 P0 5 ) + 7 HOzusammengesetzt ist. Um vermittelst des Eisenchlorids diese leichtlösliche Verbindung herzustellen, bedarf man natürlich mehr phos-phorsaures Natron, weil Chlornatrium als Nebenprodukt auftritt.

5 M.-G. 2 NaO + PO s und 2 M.-G. Fe z Cl 3 bilden:

1 M.-G. 2 (2 NaO + P0 5 ) + (2 Fe 2 0 3 + 3 P0 5 ) und

6 M.-G. NaCl.

Auf 4058 Theile Eisenchlorid (entsprechend 1400 Theilenmetallischem Eisen) wären also 8380 Theile wasserfreies pyro-phosphorsaures Natron erforderlich. Aber, wenn man in diesemVerhältnisse die Lösungen von Eisenchlorid und pyrophosphor-saurem Natron zusammenbringt, so entstellt ein beträchtlicherweisser Niederschlag von pyrophosphorsaurem Eisenoxyd, der erstdann vollständig verschwindet, wenn auf 1 Gewichtstheil aufge-lösten Eisens 10 Gewichtstheile pyrophosphorsaures Natron, mithinüber 3 M.-G. dieses Salzes mehr hinzugekommen sind, als obigesSchema enthält.

Prüfung. Die auf die angegebene Weise bereitete Solutionenthält die Eingangs aufgeführte chemische Verbindung von pyro-phosphorsaurem Eisenoxyd-Natron nebst einer gewissen Mengefreiem pyrophosphorsaurem Natron und Chlornatrium. In 1 Unzebefindet sich genau 1 Gran Eisen. Sie ist eine wasserhelle, farb-lose Flüssigkeit, schmeckt schwach salzig, etwa wie abgestandenesSelterswasser, gar nicht eisenhaft und reagirt sehr schwach sauer.Die gewöhnlichen Reagentien auf Eisenoxyd geben dasselbe indieser Solution entweder gar nicht oder nur durch schwache An-deutungen zu erkennen.