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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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592
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3.9*

Natrium oxydatum margarinicum et oleinicum.

letzterm weit weniger. Da das M.-G. des Oleins von dem desMargarins nicht sehr verschieden ist, so bedarf das Mandelölebensoviel Natron als das Baumöl. Im Uebrigen verweise ichauf das oben Gesagte.

Das Aussalzen der Seife beruhet auf der Eigenschaft derletztern, in einer Auflösung von Kochsalz unlöslich zu seyn undhat zum Zweck, das Oelsüss, auch das etwa frei vorhandene Alkalizu entfernen; dafür kommt aber in die Seife eine kleine MengeKochsalz, welche sich ohne Verlust ersterer nicht ganz weg-waschen lässt, denn reines Wasser wirkt auf die von der Salz-lauge durch Koliren befreiete Seife sogleich lösend ein.

Prüfung. Die mit reinem Baumöl oder Mandelöl bereitetemedicinische Seife ist eine weisse oder gelblichweisse, feste, ho-mogene Masse von schwachem eigenthümlichem Gerüche und un-angenehmem, etwas scharfem, laugenartigem, aber keineswegsätzendem Geschmack. An der Luft verändert sie sich nicht, inder Hitze schmilzt sie, in stärkerer zersetzt sie sich, verkohltund hinterlässt ein Gemenge von kohlensaurem Natron und Kohle.Von Wasser und Weingeist wird sie leicht aufgelöst, die Lösun-gen reagiren alkalisch. Aether nimmt von der Seife selbst nurwenig, dagegen aus der unausgesalzenen alles Oelsüss auf, undhinterlässt in diesem Falle beim Verdunsten einen Rückstand, derdeutlich süss schmeckt. Scheiden sich aus der wässrigen Lösungnach einiger Ruhe Oelaugen ab, so enthält die Seife freies Oel.Erfolgt die Lösung in Weingeist nicht vollständig, so ist derRückstand, wenn er, nach vollständigem Auswaschen mit Wein-geist, weiss, pulverig erscheint, sich in Wasser auflöst, und aufZusatz von Säuren aufbraust, kohlensaures Natron. Diesesgiebt sich auch schon dadurch zu erkennen, dass die Seife mitder Zeit mit einem weissen Pulver beschlägt. War die Seifenicht gut ausgetrocknet, so nimmt sie in einem verschlossenenGefässe nach längerm Liegen einen unangenehmen ranzigen Ge-ruch und eine dunklere Farbe an. Besitzt sie einen sehr ätzen-den Geschmack, so enthält sie freies Aetznatron.

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