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Natrium oxydatum margarinicum et oleinicum.
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geschiedene Seife auf einem dichten leinenen Seihetuche, waschemit wenig kaltem Wasser nach, presse gut aus, bringe die bröck-liche Masse in die zuvor gereinigte Schale zurück, erwärme,bis sie in einen homogenen Brei verwandelt ist, giesse densel-ben in Papierkapseln aus, und verfahre mit dem Austrocknenwie oben.
Vorgang. Das Baumöl ist ein Gemenge von ungefähr 70 Th.Olein und 30 Theilen Margarin. Das Olei'n ist eine Verbindungvon 1 M.-G. Lipyloxyd (C 6 H 4 0 2 ) und 3 M.-G. Oelsäure (C 36 H 33 0,),das Margarin eine Verbindung von 1 M.-G. Lipyloxyd mit 3 M.-G.Margarinsäure (C 34 H 33 0 3 ). Das Olein hat daher die Zahl 700 +10240 = 10940, das Margarin die Zahl 700 + 9790 == 10490.70 Theile Olein und 30 Theile Margarin entsprechen daher ohn-gefähr 2 M.-G. des erstem und 1 M.-G. des letztern. — KommtAetznatronlauge mit dem Baumöle zusammen, so vereinigt sichschon bei gewöhnlicher Temperatur die stärkere Base (das Na-tron) mit den fetten Säuren, und die schwächere Base (das Li-pyloxyd) wird ausgeschieden, verbindet sich aber in demselbenMomente mit 4 M.-G. Wasser zu Oelsüss (Glycerin = CgHgO,,).Die neuen Natron Verbindungen sind lösliche neutrale Salze, inwelchen sich auf 1 M.-G. Säure 1 M.-G. Oxyd befindet.2 M.-G. C 6 H 4 0 2 + 3C 36 H 33 0 3 , 1 M.-G. C 6 H 4 0 2 + 3C 34 H 33 0 3 ,9 M.-G. NaO und 12 M.-G. HO bilden:6 M.-G. NaO + G 36 H 33 0 3 , 3 M.-G. NaO + C 34 H 33 0 3 und3 M.-G. C 6 H s 0 6 .
32330 Theile Baumöl bedürfen also 3492 Theile wasser-freies Natron oder 14550 Theile Aetznatronlauge von 1,333 spec.Gewicht (worin 24 Proc. Natron), oder 2 Theile Baumöl : 9 / 10Theile Lauge. Das im Eingange angegebene Verhältniss enthältetwas mehr Natronlauge, weil während der Einwirkung, die nachund nach erfolgt, eine kleine Portion des letztern durch die Koh-lensäure der Luft in kohlensaures Natron verwandelt wird, mithinfür den Seifenbildungsprocess verloren geht. — Das in Freiheitgesetzte Oelsüss bleibt der Seife beigemengt; ausserdem enthältsie, auch wenn sie ganz trocken erscheint, stets noch eine gewisseMenge (etwa */ 4 ihres Gewichts) Wasser gebunden, daher dieAusbeute den Gewichten der Ingredienzien. Oel und Natronlauge,beinahe gleich kommt. Die übrige Manipulation bedarf keinerErklärung.
Das Mandelöl enthält ebenfalls Olein und Margarin. aber von