Natrium nitro-cyanatum ferrafum.
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Jedenfalls wird ein grosser Theil des Kaliumeisencyanürs totalzersetzt und dessen sämmtliches Kalium in Salpeter verwandelt:nur der kleinere Theil desselben entgeht der totalen Zersetzung,und geht in Kaliumeisencyanid und Nitroprussidkalium über. DieserUebergang lässt sich mit Hülfe des Stickstoffoxyds folgender-maassen veranschaulichen:
4 M.-G. 2 KCy + FeCy und 1 M.-G. N0 2 bilden:2 M.-G. 3 KCy + Fe 2 Cy 3 , 2 M.-G. KO und i M.-G. N.
Ferner2 M.-G. 3 KCy+Fe 2 Cy 3 und 2 M.-G. N0 2 bilden:2 M.-G. 2 KCy + Fe 2 Cy 3 N0, 2 M.-G. KO und 2 M.-G. Cy.
Das ausgetretene Kali vereinigt sich dann sogleich mit dernoch frei vorhandenen Säure zu Salpeter. Um den Process mög-lichst einfach darzustellen, wurde von den im Eingange diesesArtikels mitgetheilten Formeln über die Constitution der Nitroprus-side die einfachste gewählt, obgleich damit nicht zugleich ange-deutet weiden soll, sie sey die richtigste; denn es sind auch Gründevorhanden, nach welchen der ersten Formel der Yorzug gegebenwerden muss.
Aus der klaren rothen, bloss Nitroprussidkalium und Salpeterenthaltenden Flüssigkeit fällt der Kupfervitriol Nitroprussidkupfer— 5 CuCy + Fe 5 Cy 7 (NO) 3 (oder 2 CuCy + Fe 2 Cy 3 NO),welches durch Behandlung mit Aetznatroulauge wiederum zersetztwird, indem rothes Nitroprussidnatrium in Lösung tritt. Man solltenun erwarten, das Nitroprussidkupfer zerlege sich durch die Ein-wirkung der Natronlauge einfach in der Weise, dass an die Stelledes Kupfers das Natrium trete, und das Kupfer mit dem Sauer-stoff vom Natron vereinigt als Kupferoxyd niederfalle, so dass beihinreichender Natronmenge der Absatz schliesslich nur aus Kupfer-oxydhydrat bestehe. Allerdings geht der eben angedeutete Processvor sich, aber nicht vollständig; sondern, in dem Maasse als Ku-pferoxyd in Freiheit gesetzt wird, vereinigt sich dasselbe miteiner gewissen Menge des noch vorhandenen Nitroprussidkupfersund des neugebildeten Nitroprussidnatriums zu einem unlöslichenKörper. Verschiedene Versuche ergaben, dass auf 1 M.-G. Ni-troprussidkupfer nicht 5 sondern nur etwa 3 1 /., M.-G. Natron er-forderlich sind. Die Einwirkung der Natronlauge muss in dergewöhnlichen Temperatur vorgenommen werden; unterstützt mansie durch Wärme, so tritt mehr Nitroprussidnatrium in den unlös-lichen Körper ein, der Verlust wird mithin noch grösser, als wenn