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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Manganum oxydulatum carbonicum.

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1 M.-G. Mn + Cl + 4HO und 1 M.-G. NaO + CO, + iOHO

bilden :1 M.-G. MnO + C0 2 + HO, 1 M.-G. Na Gl und 13 M.-G. HO.

1238Theile krystallisirtes Maaganchlortir bedürfen also 1788Theile krystallisirte Soda. Der anfangs reinweisse Niederschlagwird beim Auswaschen auf dem Filter und noch mehr beim Trock-nen durch die Einwirkung des Sauerstoffs der Luft zum Theilhöher oxydirt und graugelblich; doch ist diese Veränderung inquantitativer Hinsicht so unbedeutend, dass das dadurch gebildeteOxyd kaum y i00 des Präparates beträgt.

Prüfung. Das kohlensaure Manganoxydul ist im frischge-fällten Zustande ein schneeweisses Pulver, besitzt aber, an derLuft getrocknet, eine graugelbliche Farbe und enthält dann etwaVioo seines Gewichts Manganoxyd. Es hat weder Geruch nochGeschmack. In der Hitze giebt es das Wasser und die Kohlen-säure ab und hinterlässt reines Manganoxydul, letzteres jedoch nurdann, wenn die Luft gänzlich ausgeschlossen war; gegentheilszieht das Oxydul sogleich wieder Sauerstoff an, und verwandeltsich in rothbraunes Oxyduloxyd.

3 M.-G. MnO und 1 M.-G. 0 bilden:1 M.-G. MnO + Mn 2 0 3 .

Man kann auch den bei Zutritt der Luft erhaltenen Glührück-stand, ähnlich wie die Mennige, als eine Verbindung von 2 M.-G.Manganoxydul und 1 M.-G. Superoxyd 2 MnO + Mn0 2 be-trachten, denn, gleich der Mennige, zerfällt derselbe bei der Be-handlung mit Salpetersäure in auflösliches Oxydul und unlöslichesSuperoxyd. Wasser äussert auf das kohlensaure Manganoxydulkeine Wirkung; Essigsäure löst dasselbe in der Hitze, unter Ent-wicklung von Kohlensäure, mit Zurücklassung des beigemengten(schwarzbraunen) Manganoxyds*) auf, und nimmt eine blassrosenrothe Farbe an. Salpetersäure sowie Salzsäure nehmen esschon in der Kälte vollständig auf; im letztern Falle bildet sichwegen des vorhandenen Manganoxydes etwas freies Chlor.1 M.-G. Mn 2 0 3 und 3 M.-G. HCl bilden:2 M.-G. MnCl, 3 M.-G. HO und 1 M.-G. GL

Etwaige Verunreinigungen, als Eisen, Kupfer, Blei,Thon-

*) Dass dasselbe wirklich Oxyd (Oxydhydrat), und nicht Oxyduloxyd oderaus diesem durch die Essigsäure geschiedenes Superoxyd ist, beweistseine vollständige Löslichkeit in Salpetersäure.