550
Magnesium oxydatum citricura.
Kohlensäure vorhanden. Bleibt beim Auflösen in verdünnterSchwefelsäure ein Rückstand, der durch viel Wasser nicht, aberdurch Erhitzen mit Aetzkalilauge verschwindet, so enthält die Mag-nesia Kieselerde; verschwindet er durch viel Wasser, so istes Kalk, der durch die Schwefelsäure in Gyps verwandelt war.Sind Kieselerde und Kalk zugegen, so erkennt man den letzternam sichersten in der neutralen schwefelsauren Lösung an demdurch oxalsaures Ammoniak entstehenden Niederschlage. Entstehtin der schwefelsauren Lösung durch Ammoniak ein Niederschlag,der durch Salmiak nicht wieder vollständig verschwindet, so istThonerde vorhanden; die Magnesia wird nämlich (zum Theil)auch mit niedergeschlagen, aber vom Salmiak wieder aufgelöst(unter Entwicklung von Ammoniak in ein leicht lösliches Dop-pelsalz verwandelt). Eisen giebt sich in der neutralen schwe-felsauren Auflösung durch Gerbesäure an der violetten oder blau-schwarzen Trübung kund. Erleidet das mit dem Präparate ge-schüttelte reine Wasser auf Zusatz von salpetersaurem Baryt odersalpetersaurem Silber eine Trübung, so deutet diess auf Schwe-felsäure oder Salzsäure, welche beide von schwefelsaurenund salzsauren Salzen und diese von einer in Arbeit genom-menen, nicht sorgfältig ausgewaschenen kohlensauren Magnesiaherrühren.
I
Magnesium oxydatum citricum.
(Magnesia citrica. Citronensaure Magnesia.)
Eormel: 3 MgO + Ci,H 5 0 H + U HO = 3 MgO +Ci + 11 HO.
Bereitung. Eine beliebige Menge Citronensaure löseman in der achtfachen Menge reinen Wassers auf, undsetze der Solution so lang kohlensaure Magnesia hinzu, bissie vollständig neutral reagirt; dieser Zeitpunkt wird eintreten,wenn auf 2 Theile krystallisirter Citronensaure fastiy 2 Th.Magnesia verbraucht sind. Hierauf flltrire man, verdunste dasFiltrat auf dem Wasserbade zur Trockne, zerreibe den Rückstandund hebe ihn in einem Glase auf. Sein Gewicht wird etwa um