Inulimim.
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in ganz gelinder Wärme austrocknen. Die Ausbeute beträgt etwa'/ 20 vom Gewichte der frischen Wurzeln.
Kocht man die auf die beschriebene Weise bereits behan-delten Wurzeln noch einmal mit Wasser aus, so bekommt manallerdings noch ein wenig Inulin, welches aber nicht so rein alsdas erste wird.
In Ermangelung frischer Wurzeln können auch getrocknetegenommen werden; jene lieferten mir aber das Inulin reiner undin reichlicherer Menge als diese.
Ist man im Besitze von Georginen- (Dahlien-) Wurzeln,so behandelt man sie (im Herbste gegraben) am besten ebensowie die Löwenzahnwurzeln, denn durch kaltes Auswaschen (nachArt der Bereitung des gewöhnlichen Stärkmehls) erhält man nurwenig Inulin aus denselben. Indessen hat die Darstellung ausder Georgine keine Vorzüge vor der aus der Löwenzahnwurzel.
Vorgang. Das Inulin befindet sich in der Löwenzahnwurzelim freien Zustande; die im Herbste gegrabene Wurzel enthältweit mehr davon als die vom Frühjahre oder Sommer. Wegenseiner Schwerlöslichkeit in kaltem Wasser muss das Ausziehen inder Wärme geschehen, doch ist ein Auskochen durchaus nichtnothwendig; durch das Kochen würde man wohl die Ausbeute anInulin etwas erhöhen, dagegen aber so viel farbigen Extraktiv-stoff in den Absud bekommen, dass die Reinigung des Inulinserschwert würde. Der Niederschlag darf nicht auf dem Papieregetrocknet werden, denn er hängt sich zuletzt so fest an, dasser nur schwierig vollkommen davon zu trennen ist. Auch mussdas Trocknen nur in gelinder Wärme geschehen, weil er in star-ker leicht eine Veränderung erleidet.
Prüfung. Das reine getrocknete Inulin stellt hellgraue Stückevon hornartigem Ansehen dar, die aber zerrieben ein ganz weissesPulver geben. Es besitzt weder Geruch noch Geschmack. Instarker Hitze verwandelt es sich zuerst in eine Art Gummi, bräuntund schwärzt sich dann unter Entwicklung stechender Dämpfe, undverbrennt bei Zutritt der Luft vollständig. Kaltes Wasser löst nursehr wenig (etwa VW) davon auf, heisses hingegen mehr als seineigenes Gewicht; die heiss bereitete Lösung ist schleimig, nichtkleisterartig, und lässt beim Erkalten das meiste Inulin pulverigfallen. Durch Jod färbt es sich gelb, nicht blau.