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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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383
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Hydrargyrum purum.

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Kuppel von Thon oder Eisenblech (a) auf den Ofen. Das Queck-silber kommt bald ins Kochen und verflüchtigt sich unter gelin-dem Wallen; die Dämpfe verdichten sich in dem obern Theiledes Retortenhalses zu Kügelchen, welche herunter rollen und sichunter dem Wasser der Vorlage ansammeln. Wenn in dem Re-tortenhalse keine Kügelchen mehr erscheinen, lässt man das Feuerausgehen. Nach dem Erkalten giesse man das Wasser von demQuecksilber ab, nehme die auf letzterm gewöhnlich befindlichedünne Haut von Eisenoxyd und Quecksilberoxyd durch Schüttelnmit etwas Salzsäure hinweg, wasche mehrere Male mit reinemWasser, verflüchtige das anhängende Wasser durch gelindes Er-wärmen, lasse endlich das Quecksilber, zur Entfernung anhän-gender Papierfasern und anderer Schmutztheile, durch eine spitzeDüte von Schreibpapier, welche unten in ein feines Loch von derDicke einer Stecknadel ausgeht, laufen, und bewahre es in einemverschlossenen Gefässe auf.

Der sichern und leichtern Destillation wegen nehme man niemehr als 3 Pfunde Quecksilber auf einmal in die Retorte. Sollengrössere Quantitäten auf diese Weise gereinigt werden, so giesseman die zweite Portion Metall auf das von der ersten Destillationrückständige Eisen, und verfahre wie zuvor. Ebenso die dritteu. s. w. Portion.

b) Durch Behandlung mit concentrirter Schivefelsäure. Manschütte das Quecksilber in eine recht flache porcellaneneSchale, damit dasselbe eine möglichst grosse Oberfläche darbietet,giesse darauf ohngefähr ein gleiches Volum concentrirterSchwefelsäure, und lasse das Ganze unter öfterm Umrührenmit einem gläsernen Stabe 1 Woche lang bei gewöhnlicher Tem-peratur stehen. Sollte sich nach dieser Zeit die Schwefelsäurenicht getrübt haben, auch kein Geruch nach schwefliger Säure zubemerken seyn, so giesse man die Säure ab, wasche das Metallwiederholt mit Wasser, trockne und flltrire es, wie unter a) an-gegeben worden, durch eine Papierdüte. Zeigt dagegen dieSäure ein trübes Ansehen, so nehme man etwa ein Loth Queck-silber heraus, wasche es ab und behandle es mit einer neuenPortion Säure mehrere Tage hindurch. Bleibt dieselbe klar undbemerkt man keinen Geruch nach schwefliger Säure, so beweistdiess, dass das Metall schon durch die erste Operation völlig ge-reinigt worden war; es wird dann gewaschen u. s. w. Wennaber in der Probe noch eiue Einwirkung der Säure auf das Me-