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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Hydrargyrum purum.

kürzeste und beste. Hat die Reinigung indessen keine Eile, sokann man sich fast in allen Fällen auch mit Vortheil der conc.Schwefelsäure bedienen.

a) Durch Destillation. In eine kleine untubulirte Retortevon starkem Glase, welche nur zur Hälfte von den darin zubehandelnden Materialien angefüllt werden darf, gebe man 12Theile käufliches Quecksilber, schütte darauf 1 Theilreine Eisen feilspäne, lege die Retorte in eine tiefe eiserne,gut anschliessende Schale, fülle den etwaigen Zwischenraumzwischen Retorte und Schale mit Sand aus, und stelle die Schaleauf einen eisernen, einige Zoll hoch über dem Roste eines gutziehenden Ofens befindlichen Ring. Den möglichst stark nachunten geneigten Hals verlängere man um 68 Zoll durch einenCylinder von Schreibpapier, welcher jedoch nicht überall luftdichtan dem Ende des Retortenhalses anschliessen darf, sondern we-nigstens an einer Stelle (zur Seite) einen kleinen leeren Raumzwischen Glas und Papier darbieten muss. Nun lege man einenbis fast an den Hals mit Wasser gefüllten Kolben von starkemGlase ohne Lutum dergestalt vor, dass der Papier-Cylinder etwazur Hälfte unter das Wasser taucht; der Kolben selbst ruht auf

einem Strohkranze in einer mit Was-ser gefüllten Schüssel. Einer weiternAbkühlung bedarf es nicht. Zur bes-sern Erläuterung des Gesagten folgthier eine Ansicht des ganzen Apparates.

Nachdem alles soweit vorgerichtet ist, gebe man im Anfangegelindes Kohlenfeuer, verstärke dasselbe nach und nach, undvermehre den Zug und die Hitze noch durch Aufsetzen einer