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:io« Ferrum oxydulato-oxydatum phosphoricum.
Ferrum oxydulato-oxydatumphosphoricum.
(Blaues phosphorsaures Eisenoxyduloxyd, künstliches Eisenblau.)
Formel: (3 FeO + PO, + 8 HO) + x (3 Fe,0. 5 + 2 P0 S
+ 16 HO).
Bereitung. 10 Theile irisch bereiteten Eisenvitriollöse man in 100 Theilen Wasser auf, setze dazu eine Lösungvon 13 Theilen phosphorsaurem Natron in 130 TheilenWasser (beide Auflösungen müssen kalt seyn), giesse, wenn derentstandene Niederschlag sich gesetzt hat, die überstehende Flüssig-keit sogleich ab, wasche denselben durch wiederholtes Aufgiessenkalten Wassers und Dekantiren vollständig aus, sammle ihn aufeinem Filter, lege, wenn das Wasser gut abgetropft ist, das Filteroffen auf mehrfach zusammengelegtes Löschpapier, lasse an derLuft bei gewöhnlicher Temperatur (wenn es seyn kann, am direktenSonnenlichte) trocknen, zerreibe den trocknen Niederschlag undbewahre ihn in einem verschlossenen Gefässe an einem kühlenOrte auf. Die Ausbeute beträgt fast 5 Theile.
Vorgang. Kommen Lösungen von gewöhnlichem phosphor-saurem Natron und schwefelsaurem Eisenoxydul zusammen, soentsteht ein weisser Niederschlag, welcher, so lange der Eisen-vitriol noch vorherrscht, dreibasisches phosphorsaures Eisenoxydul-Hydrat = 3 FeO + PO.- + 8 HO ist. Dieser Niederschlagnimmt bald nach seiner Entstehung schon unter dem Wasser einenStich ins Blaulichgraue an, welcher beim Auswaschen noch etwasstärker wird, und bringt man dann den Niederschlag an die Luft,so färbt er sich in dem Grade, als er trocknet, durch und durchblau. Geschieht das Trocknen auch nur in gelinder Wärme, sofärbt sich die Verbindung nicht blau, sondern graugrün. - Stelltman dagegen den Niederschlag mit einem Ueberschuss von phos-phorsaurem Natron, aber übrigens unter gleichen Umständen dar,so sieht er nach dem Trocknen bei gewöhnlicher Temperatur nichtrein blau aus, sondern zeigt einen starken Stich ins Graue; jabesitzt mitunter nur eine grünlichgraue Farbe. Bei näherer Prü-fung findet man dann, dass in einem solchen (durch ein Ueber-maass von phosphovsaurem Natron erhaltenen) Niederschlage dasVerhältniss des Eisens zur Phosphorsäure nicht wie 3:1, sondernwie 19 : 6 oder wie 16 : 5 ist, das Eisen also ein wenig mehrvorherrscht. — Aber auch der bei vorherrschendem Eisenvitriol