Ferrum oxydulatum lacticum.
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bedienen. Auch ist es in Bezug auf die zu erzielende Ausbeuteau Salz von Wichtigkeit, den gehörigen Zeitpunkt des Filtrirens,d. li. der Unterbrechung der Digestion, zu treffen; wird derselbeüberschritten, so bekommt man weit weniger. Sobald nämlichkeine freie Milchsäure mehr vorhanden ist, also kein Wasserstoff-gas mehr entweicht, fängt das Oxydulsalz an, in Oxyduloxydsalzüberzugehen, welches nicht krystallisirt und als cm Sirup in derletzten Mutterlauge bleibt (s. oben).
Prüfung, Das milchsaure Eisenoxydul bildet im reinen Zu-stande weisse, etwas ins Grüne spielende, luftbeständige krystal-linische Rinden oder Korner, welche unter starker Vergrößerungals Zusammenhäufungen von geraden reetangulären Säulen er-scheinen, einen milden süsslieli-eiseuartigeu Geschmack besitzenund sich schwer in Wasser auflösen. Von kochendem Wassersind 12 Theile, von kaltem 48 Theile nötliig, um 1 Theil desSalzes aufzulösen. Die Auflösungen haben einen Stich ins Gelb-grüne und reagiren schwach sauer; der Veränderungen, welchesie durch längere Einwirkung von Wärme und Luft erleiden, wurdeschon oben gedacht. Verdünnter Weingeist nimmt ganz geringeMengen, starker dagegen nichts von dem Salze auf. In einemPlalinlöffel erhitzt, blähet es sich etwas auf, wird unter Ausstos-sung eines dicken, weissen, sauer reagirenden Hauches, welchernach verbrennendem Weinstein riecht, schwarz, und hinlerlässlendlich reines Eisenoxyd. — Verunreinigt kann das Salz durchExtractivstoff und käseartige Materie seyn. Im erstemFalle besitzt es eine schmutzige, graue Farbe, und im zweilenbleibt beim Auflösen in Wasser ein Rückstand. Ein untergescho-benes Gemenge von Eisenvitriol und Milchzucker erkenntman daran, dass die wässrige Auflösung durch Chlorbaryum einenstarken weissen Niederschlug (schwefelsauren Baryt) giebt, unddass, wenn mau das Pulver 1 / i Stunde lang mit Salpetersäure von1,20 kochen und hierauf erkalten lässt, eine weisse körnig-kry-stallinische Ausscheidung erfolgt, die durch längeres Stehen nochzunimmt, und selbst durch vieles Wasser nur theilweise wiederverschwindet. Der letztere Körper ist Milchzuckersäure (Schleim-säure = G 6 H 4 0 7 + HO) und erzeugt sich durch die oxydirendcEinwirkung der Salpetersäure auf den Milchzucker (C, 2 H 12 0,.,);
1 M.-G. C 12 H 12 0, 2 und 2 M.-G. NO,, bilden:2M.-G. C 6 H 4 0, 4- HO, 2 M.-G. HO und 2 M.-G. N0 2 (welches
entweicht)-