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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Ferrum oxydufafutn lacticuto. 36 1

Ferrum oxydulatttm iaeticum.

(Milchsaures Eisenoxydul.)Formel; FeO + C 6 H,0, 4- 3 HO = FoO + L + 3 110

Bereitung. Man kann sich zweier Methoden bedienen, Welchemir bis jetzt als die besten erschienen sind, von denen jede ihreVorthefle und Nachtheile hat. Die zuerst mitzutheilende liefertdas Salz ohne viele Umstände in sehr reiner Gestalt, die Aus-beute beträgt aber weniger. Die zweite Methode ist zwar weit-läufiger, giebt dagegen etwas mehr Salz; beide kommen also soziemlich auf Eins heraus, doch hat die erste noch den Vortheil,dass sie schneller zum Ziele fuhrt.

a) Mutetet Eisenvitriol oder Eismchlorür. Man verfährt an-fangs ebenso, wie in dem Artikel „Acid. lacticum" angegebenist. In 100 Theilen saurer Molken löst man nämlich 5 TU.Milchzucker auf, sättigt die freie Säure mittelst einer gewo-genen Menge krystallisiricu kohlensauren Natrons, setztdie Flüssigkeit in einem offenen Gelasse der Lull aus (im Som-mer bei gewöhnlicher Temperatur, im Winter in der Nähe einesgeheizten Stubenofens), und stumpft die sich fortwährend neu bil-dende Säure alle 1 —2 Tage mit Soda ab. Wenn nach Verlaufvon mehrern Tagen keine merklich saure Reaction mehr eintritt,setzt mau tauige Tropfen Schwefelsäure hinzu, so dass d.as Lack-muspapier schwach gerötitel wird, klärt die Flüssigkeit mit. Ei-weiss, kolirl, verdunstet sie in einer Poreellanschale so weit i>>-ihr Gewicht ohngefähr den vierten Theil der angewandten Molkenbei ragt, und setzt, ihr unter Umrühren eine schon in Bereitsehattgehaltefle, frische und noch warme Auflösung von soviel schweielsafireir Eisenoxydul, als mau Soda zur Sältigunverbraucht hatte, in der doppelte* Menge Wassers hinzu. Oh:dadurch sogleich entstehende Ausscheidung schmutzig gräm 1Flocken trennt man, nebst den schon während des Abdampfensder milchsauren Natronlösung ausgeschiedenen Käsetheilchen, nachwenigen Minuten (während dem das Ganze heiss erhallen win!)durch ein dichtes tlanellenes Seihetuch, und stellt die klai abge-laufene Lauge in die Kälte. Die Kryslallisaüon, welche sogleich"begannt, schreitet rasch vorwärts, so dass am folgenden Tägifast Alles zu einer Masse sestockt ist. Das Salz wird mittels)eines leinenen Seiheluchs von der anhangenden Lauge befreit,ausgedruckt, mit ein wenig kaltem Wasser und zuletzt (zur Ent-