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Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer und pharmaceutischer Präparate : ein auf eigene Erfahrungen gegründetes, insbesondere den Apothekern gewidmetes praktisches Hülfsbuch
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Ferrum oxydatum hydraticum.

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Wasser auf, erhitze die Auflösung zum Sieden, und setze unterbeständigem Umrühren nach und nach so lange zerriebenes kry-stallisirtes kohlensaures Natron hinzu, bis durch die letztePortion kein Aufbrausen mehr entstanden ist, und eine abflltrirteProbe auf Zusatz von Sodalösung ungetrübt bleibt. 14 TheiledesCarbonats werden dazu ausreichen. Hierauf füge man 1 Th.zerriebenes chlorsaures Kali auf einmal hinzu, lasse 1 / iStunde lang sieden, giesse alles in einen geräumigen Hafen, ver-dünne mit mehr Wasser, befreie den bräunlichen Niederschlagdurch Absetzenlassen und Dekantiren von der anhängenden Salz-lauge, sammle ihn auf einem leinenen Seihetuch und trockne ihnin gelinder Wärme. Die Ausbeute beträgt gegen 4 Theile.

Statt des kohlensauren Natrons könnte man sich zur Präci-pitation auch des kohlensauren Kalis bedienen; allein diessist aus zwei Ursachen nicht anzurathen. Das reine kohlensaureKali kommt nämlich zu theuer zu stehen, und das aus der Pot-asohe bereitete enthält fast immer noch etwas Kieselerde, welchedann mit in den Niederschlag übergeht.

b) Des anderthalbfachen Hydrats. Man präcipitirt, wie un-ter a) angegeben wurde, Eisenvitriol mit kohlensauremNatron, wäscht den dadurch entstandenen grauweissen Nieder-schlag mit Wasser aus, und trocknet ihn an offner Luft in ge-linder Wärme. 13 Theile Eisenvitriol liefern etwas über 4 Theile.

c) Des einzweidrittelfachen Hydrais. Der vorige Nieder-schlag b) enthält mitunter etwas über 1 Procenl Wasser mehr,und stellt dann dieses Hydrat dar. Die Ursache dieser Verschie-denheit liegt wahrscheinlich in der längern oder kürzern Dauerdes Trocknens oder, was dasselbe ist, Oxydirtwerdens.

d) Des zweieinhalb fachen Hydrats. Der unter b) erhaltene,grauweisse Niederschlag wird, nachdem er ausgewaschen und aufeinem leinenen Seihetuch gesammelt ist, scharf ausgepresst, undin thierische Blasen so vertheilt, dass dieselben nur zur Hälftedavon angefüllt werden. Die Blasen feuchtet man an ihrem obern(offnen) Ende mit etwas Wasser an, schnürt sie daselbst mitBindfaden fest zu und hängt sie an einem massig warmen Ortefrei auf. Sobald die Masse vollkommen ausgetrocknet ist, wasman daran erkennt, dass sich die Blasen äusserlich nicht mehrfeucht anfühlen, öffnet man die Blasen, schüttet ihren Inhalt ineine flache Schale, lässt diese so lange ruhig stehen, bis die an-fangs eingetretene Erhitzung nachgelassen hat und das Oxyd wieder

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