Ferrum cyanatum et sesquioyanafum.
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2 M.-G. Fe 2 0, + 3 SO s und 3 M.-G. 2 KCy + FeCy + 3 HO
bilden:6 M.-G. KO + S0 3 und 1 M.-G. 3 FeCy + 2Fe 2 Cy 3 + 9 HO.
7926 Theile krystallisirtes Kaliumeisencyanür bedürfen also
aOOOTheile wasserfreies schwefelsaures Eisenoxyd oder 7025 Th.
'des trocknen wasserhaltigen Eisenoxydsulphalts (Fe 2 0 3 + 3 S0 3
+ 9 HO) oder 14000 Theile dieses Liquors (welcher in 2,8
Theilen 1 Theil Salz enthält).
Bei Anwendung des Eisenchlorids ist der Process, mit demeinzigen Unterschiede, dass statt des schwefelsauren Kalis Chlor-kalium entsteht, ganz derselbe.
2 M.-G. Fe 2 Cl 3 und 3 M.-G. 2 KCy + FeCy + 3 HO bilden:6 M.-G. KCl und 1 M.-G. 3 FeCy + 2 Fe 2 Cy 3 -+- 9 HO.
7926 Th. Blutlaugensalz erfordern demnach 4058 wasserfreiesoder 5408 krystallisirtes (6 M.-G. Wasser enthaltendes) Eisenchlorid.
Die Präcipitation muss genau in der angegebenen Weise vor-genommen, d. h. die Kaliumeisencyanürlösung durch das Eisen-oxydsulphat oder Eisenchlorid ausgefällt werden, so dass also vondem einen oder andern dieser beiden Eisensalze zuletzt ein kleinerUeberschuss vorhanden ist. Verfährt man umgekehrt, d. h. fälltman die Eisensalze mit dem Kaliumeisencyanür aus, bleibt alsovon letzterm ein Ueberschuss, so bildet sich das sogenannte lös-liche Berlinerblau, nämlich eine Verbindung des blauen Nie-derschlags mit Kaliumeisencyanür:
(2 KCy + FeCy) + (3 FeCy + 2 Fe 2 Cy 3 ).Diese Verbindung ist zwar unlöslich in der überstehenden Salz-lauge, dagegen löslich in reinem Wasser, und wird daher beifortschreitendem Waschen als tiefblaue Solution weggeführt, sodass ein beträchtlicher Verlust entsteht, ja mitunter gar kein Nie-derschlag mehr zurückbleibt. Ein solcher Fehler, wenn er be-gangen seyn sollte, könnte nur durch einen neuen Zusatz vonEisenoxydsalz verbessert werden.
Prüfung. Das reine Eisencyanür-Cyanid bildet dunkelblaue ;ausserlich kupferglänzende, geruch- und geschmacklose Stücke,An Wasser, Weingeist, sowie an Salzsäure darf es nichts Auf-lösliches abgeben. Durch Schütteln mit verdünnter Aelzkalilaugewird es augenblicklich dunkelbraun; das Eisencyanid tauschtnämlich mit dem Kali die eleklronegativen Bestandteile aus, dasEisen fällt mit dem Sauerstoff des Kalis (und Wasser) als Eisen-oxyd (-Hydrat) nieder, das Kalium vereinigt sich mit dem Cyan