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Calcium sulphnratum stibiatum.
I
1 1.
Umstände ist es hauptsächlich zuzuschreiben, dass diess Präparateine viel blassere Farbe besitzt als das vorige.
Prüfung, a) Die durch Glühen bereitete Kalkspiessglanzleberist ein leberbraunes Pulver von hepatischem Geruch und Ge-schmack. Kaltes Wasser löst dasselbe nur in sehr geringer Mengeund theilweise auf; die Lösung ist farblos und reagirt stark alka-lisch, Salzsäure schlägt daraus, unter Entwicklung von Schwefel-wasserstoff, dunkelorangerothe Flocken nieder, welche sich aufZusatz von mehr Säure in der Hitze bis auf eine sehr geringeMenge Schwefel auflösen. Die wässrige Lösung enthält nämlichwesentlich eine (basische) Verbindung von Schwefelcalcium mitniedrigstem Schwefelantimon; wenig Salzsäure präcipitirt das letz-tere, indem sie mit dem Schwefelcalcium: Schwefelwasserstoff undChlorcalcium erzeugt:
1 M.-G. CaS und 1 M.-G. HCl bilden:
1 M.-G. Ca Gl und 1 M.-G. HS;eine grössere Menge Salzsäure löst aber auch das Schwefelanti-mon (unter Entwicklung von Schwefelwasserstoff) auf:1 M.-G. SbS 3 und 3 M.-G. HCl bilden:
1 M.-G. SbCl, und 3 M.-G. HS.Die Auflösung würde also eine vollständige seyn, wenn nicht dieVerbindung von Schwefelcalcium mit höchstem Schwefelantimon(in geringer Menge) zugegen wäre; diese aber zersetzt sich durchSalzsäure in der Art, dass Schwefel ausgeschieden wird.1 M.-G. 3 CaS + SbS, und 6 M.-G. HCl bilden:3 M.-G. CaCl, i M.-G. SbCI ; „ 6 M.-G. HS und 2 M.-G. S.Heisses Wasser nimmt eine grössere Menge des Präparats(aber auch nicht alles) auf; die Lösung ist gelblich und lässtbeim Verdünnen mit Wasser einen kennesbraunen Niederschlagfallen. Diese Erscheinung beruht darauf, dass die concentrirtere(oder vielmehr neutrale) Lösung der Verbindung von Schwefel-calcium mit niedrigstem Schwefelantimon sich durch viel Wasserin ein sehr basisches, auflösliches Salz (Schwefelantimon mit vielSchwefelcalcium) und in ein sehr saures, unauflösliches Salz(Schwefelantimon mit sehr wenig Schwefelcalcium) zerlegt. Wirdder Niederschlag von der überstehenden Flüssigkeit vollständigbefreiet, so muss er sich, weil er nur niedrigstes Schwefelantimonenthält, in heisser Salzsäure vollständig auflösen. Versetzt mandas Präparat geradezu mit Salzsäure, so entsteht unter Entwicklungvon Schwefelwasserstoff ein starkes Brausen, denn in diesem Falle