Calcium snlphnratum sfibiafum.
2*3
antimon = 8bS 5 bildet sich folglich, der Theorie nach, bei die-sem Verhältniss der Ingredienzien nicht, denn der Kalk besitzteine grossere Verwandtschaft zum Schwefel in der Glühhitze, alsdas schwarze Schwefelantimon. Nichts destoweniger ist das Prä-parat, auf obige Weise bereitet, nicht ganz frei von höchstemSchwefelantimon, wovon die Ursache wohl in nichts anderm alsin der unmittelbaren Berührung des Schwefels und Schwefelanti-
mons, welche beide in der Hitze leicht schmelzen, liegt.
Es
versteht sich übrigens, dass mit der Abänderung des Verhält-nisses der Ingredienzien auch das gegenseitige Verhältniss derProdukte abweicht, und diese selbst verschieden seyn können.Wird z. B. mehr Schwefel genommen, als nöthig ist, allen Kalkin einfaches Schwefelcalcium zu verwandeln, so erzeugt sich schoneine namhafte Menge höchstes Schwefelantimon. Ist der Schwe-fel in geringerer Menge vorhanden, dagegen Kalk und Schwefel-antimon überwiegend, so zerlegt sich ein Theil des letztern aufKosten des Kalks, wodurch Antimonoxyd und Schwefelcalciumentstehen;
i M.-G. SbS, und 3 M.-G. CaO bilden:
1 M.-G. Sb0 3 und 3 M.-G. CaS,
u. s. w.
b) Werden Kalk und höchstes Schwefelantimon (Goldschwe-fel) in demjenigen Verhältnisse, dass keins der beiden im Ueber-schusse bleibt, mit Wasser gekocht, so tauscht eine Portion Kalkmit einer Portion des Sulphids die Bestandtheile aus, es bildensich Antimonsäure und einfach Schwefelcalcium. von denen dieerstere an den noch übrigen Kalk, das letztere an den Rest deshöchsten Schwefelantimons tritt. Die beiden neu entstandenenVerbindungen sind also: antimonsaurer Kalk = CaO + SbS 5 ,und Schwefelantimon-Sehwefelcalcium = 3 CaS -f- SbS fi .
18 M.-G. CaO und 8 M.-G. SbS ä bilden.3 M.-G. CaO + SbO, und 5 M.-G. 3 CaS -j- SbS,
6300 Theile wasserfreier oder 8325 Th. wasserhaltiger Kalk be-dürfen folglich 20896 Th. Goldschwefel. Das Verhältniss: 3 Th.Kalkhydrat und 2 Th. Goldschwefel entspricht aber 87z M.-G.Kalkhydrat ot 3932 Theilen, und 1 M.-G. höchstem Schwefel-antimon = 2612 Theilen. Auf 8 M.-G. des letztern kommendaher 68 M.-G. Kalkhydrat, mithin bleiben 68—18 = 50 M.-G.Kalkhydrat in dem Präparate im freien Zustande, und diesem
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