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Phytozoa.
ihr Fuss wie bei den Dalmatiner Schwämmen röthlich gefärbt,wodurch sie sich von den levantischen P/erdeseinrammen un-terscheiden. Es sind grosse, unförmliche, zerschlitzte Stücke,die im Wasser zwar stark anschwellen, aber ihres weichen Ge-webes wegen nicht dauerhaft sind. Die Bahama-Schwämmegind die hellsten unter allen, von gelblichweisser Farbe, sehrweich und bestehen aus Lamellen, die ineinander hineingedrehtsind. Alle Schwämme haben, wie sie im Handel vorkommen,einen widerlichen Geruch wie Seekräuter, vollkommen ausge-waschen aber sind sie geruch- und geschmacklos. —
Vorwaltende Bestandteile: Eine besondere thie-rische der Hornsubstanz ähnliche Substanz. Nacli Hornemannbesteht der von fremdartigen Tlieilen gereinigte Meerschwamm aus:einer dem Osmazom ähnlichen Substanz, Thierschleün, fettemOel, einer im Wasser löslichen Substanz, welche durch Einwir-kung von Kali erhalten wurde, einer blos in Kali löslichen Sub-stanz und Spuren von: Chlornatrium, Jod, Schwefel, posphor-saurem Kalk? Kieselerde, Alaunerde, Magnesia (vergl. Berlini-sches Jahrb. für die Pharmacie 1828. 2te Abth. p. 199.)
Der Jodgehalt ist nach Jen Untersuchungen von Sommer und Horne-mann theils fest mit der Faser verbunden, theils wird er vom Wasserausgezogen. Bemerkenswert)] sind die Erfahrungen Hornemanns (1. c.1829- 1. Abth. p. 65.), wonach sich der Jodgehalt, dem Wasser nur mit-theilt, wenn Luft und Licht zu den mit Wasser übergossenen SchwämmenZutritt haben. Durch Auflösen der Schwammsubstanz in Kalilauge u. s. w.erhielt derselbe 1,9 p.c. Jod. l'reuss erhielt durch Auskochen grossporigerSchwämme mit Wasser 2,25 Jod- und Brom -Verbindung, 19,09 Chlor-natrium und 3,16 Gyps aus 1000 Th. (Brand. Arch. N. R. Bd. IX. p. 134.)
Die Güte und der Werth der Schwämme für den technischen undchirurgischen Gebrauch hängt von der Feinheit ihres Gewebes und derGrösse ab; zum medizinischen Gebrauche möchten, wie sich aus demgrösseren Gehalte an Jod-Verbindungen nach den Untersuchungen vonHerberger ergiebt, die Pferdeschwämme am geeignetsten sein, wenn, wieanzunehmen ist, die Wirksamkeit der Schwammkohle in dem Jodgehalteberuht. Tilesius schlägt vor, zum medizinischen Gebrauche nicht ausge-waschene, mit ihrer ursprünglich zähen Gallerte eingetrocknete Schwämmezu nehmen, worüber Versuche entscheiden müssen , die mit der geringenSorte der Tripolilaner Schwämme anzustellen wären. Bei allen Schwamm-sorten hat man aber darauf zu sehen, dass ihre Poren nicht betrügeri-scher Weise mit zuviel Sand angefüllt sind.
Anwendung. Man gebraucht die feinen Schwämme äusserlieh alschirurgisches Mittel, als Pressschwamm fSpongia compressaj , undWachsschwamm (Spongia. ceralaj. Bd. I. p. 142.— Innerlich wird erverkohlt angewendet, B a d s c h w a m m koh 1 e (Carlo Spongiae, Spongiaecombustae) vergl. Bd. I. p.322.— Beim Erhitzen verkohlen die Schwämmeunter stinkendem Geruche, wie verbrennende Knochen; in die Licht--flamme gebracht, verbrennen sie nicht, aber beim starken Erhitzen ent-zünden sich die erzeugten Dämpfe und Gasarten zum Theil mit hellerFlamme ; die rückständige Kohle ist etwas zusammengesintert, schwarz undzum Theil metallglänzend, schlackig porös, leicht zerreiblich; lässt sichetwas schwierig einäschern. Es bleibt eine w-eisse, lockere, leichte Asche,die fast geschmacklos ist. Die SchwammkoMe ist in neuerer Zeit vielfachuntersucht wurden, nach den Untersuchungen von IJerberger enthieltdieselbe: