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Bd. 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält 3 (1839) Pharmaceutische Zoologie
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Zweiter Theil: Specielle Beschreibung derThiere und ihrer ofßcinellen rohen Theile.

ERSTER KREIS.

Ra diata. Strahlthiere,

Der Körper ist weich, gallertartig oder häutig, ohne di-stincteu Kopf und symmetrischer Entgegensetzung einer rechtenund linken Seite, sondern mit kreisförmig um einen Mittelpunktgestellten Organen. Einige lassen Blutgefässe erkennen, dievom Magen ausgehen und den Nahrungssaft ohne Herz undPulsschlag - im Körner veriheilen; bei andern findet ein vollstän-diger Kreislauf des Blutes statt, welcher durch den Pulsschlageines einkammerigen Herzens und distincte Arterien bewirktwird. Besondere Bespirationsorgane fehlen. Nervensystem undSinnesorgane sind nicht deutlich entwickelt.

Hierher gehören die Klassen Microzoa, Phytozoa, Acale-phae, Entozoa, Echinodermala.

KLASSE MICROZOA. INFUSIONSTIIIERE.

Der Körper ist durchsichtig, sehr klein, dem blossen Augeselten sichtbar, kugelig, scheibenförmig, walzig, spindelförmigoder geschwänzt; frei im Wasser umherschwimmend oder fest-sitzend. Die Bedeckung besteht bei manchen aus einer doppel-ten durchsichtigen Membran, einer gallertartigen Hülle, bei an-dern aus einem Kieselpanzer. Die äussern Organe sind Tast-fäden, die entweder nur am Munde oder allenthalben am Körpersitzen, mit welchen sie dann fortschwimmen oder Nahrung her-beiziehen. Alle haben einen deutlichen, nackten oder gewirn-perteu Mund ohne Kauapparat oder mit 16 bis 20 Zähnen ver-sehen. Bei vielen ist kein Darm zu bemerken; dagegen siehtman im Innern kleine Bläschen, welche vielleicht Magensäckesind; andere dagegen haben einen ausgebildeten, durch einenAfter geendigten Darm, an welchem Magensäcke traubenförmiganzuhängen scheinen. Nervensystem und doppeltes Geschlechts-system sind vorhanden. Ein Gefässsystem ist mit Wahrschein-lichkeit in einer grössern Ausdehnung anzunehmen.

Sie leben in allen Gewässern und sind so klein, dass nachEhrenbergs Berechnung in einer Kubiklinie so viel vorhandensein können, als Menschen auf der ganzen Erde leben, oder 500Millionen. Sie vermehren sich durch freiwillige Theilung, durch