Druckschrift 
Bd. 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält 1 (1838) Pharmaceutische Mineralogie : mit 2 Taf.
Entstehung
Seite
274
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

274

Braunkohle

8,0 bitteres Extrakt, mit Kochsalz, Gyps und salz. Kalk,45 Theiie in Aether, Alcohol etc. lösliches weingelbes Wachsund 50 Theiie grünlich-braunes fettes Oel von butterartiger Con-sistenz, einpyreiunatischem. Gerüche und ähnlichem Geschmackeund 470,0 Asche ohne Kali-Gehalt, aber mit 5 p. C. phosphor-saurem Natron.)

Arten.

i) Bituminöses Holz. (Syn. Fossiles Holz, holzartigeBraunkohle, faserige Braunkohle, Surturbrand.) Derbe M. Str. und

Gestalt des Holzes meist noch vollkommen erhalten. Stämme,Aeste, Wurzel noch unterscheidbar und etwas platt gedrückt;häufi? mit erhaltener Rinde und deutlichen Jahresringen. Br.

faserig und schiefrig; Querbruch: muschelig. H.

sp. G.

= 0,51,4. Matt oder schimmernd. Holzbraun in's Gelblich-und Schwärzliclibraune.

Sehr allgemein verbreitet: Böhmen , Schlesien,am Niederrhein , Wetlerau, Island u. s. w.

Sachsen, Thüringen,

2) Gemeine Braunkohle. (Syn. Muschelige Braunkohle)

Derbe M. Str. und Gestalt des Holzes fast verschwunden.Br. flachmusclielig. H. = 2; sp. G. = 1,28. Fettglanz bisschimmernd. Braun in's Schwärzliche bis pechschwarz.

Fast eben so häufig wie die vorige Art vorkommend, und gewöhn-lich mit dieser mächtige Ablagerungen bildend; Abänderungen sind dieNadelkohle, im Elsass und die Bartkohle , in der Wetterau vorkommend.

3) Mo OT kohle. (Syn. Trapezoidale- oder Moor-Braunkohle.)

Derbe M. ohne Holzstructur; häufig geborsten oder trapezoi-disch geklüftet. Querbr.: flach muschelig oder eben. H. = 2;wenig milde; sp. G. = 1,21,3. Wenig glänzend bis matt.Schwärzlich-braun bis pechschwarz.

Scheint aus Sumpf- und Wasserpflanzen entstanden und findet sichebenfalls häufig: JVesterwald, Hessen, Sachsen, Böhmen, Schweiz, Eng-land , Grönland, Sibirien u. s. w.

4) Papierkohle. (Syn. Blattkohle.) Derbe M., aus pa-pierdünnen, leicht trennbaren Lagen bestehend. H. = 1; milde.Schwach schimmernd. Schwärzlich-braun.

Bildet im Braunkohlen-Gebirge hie und da Lagen: preuss. Rhein-provinz, Siebengebirge (Geistiiiger BuschJ, bei Bonn (Friesdorfj, Obst-reich, Sicilien, Auvergne.

5) Dysodil. (Syn. StinUohle.) Derbe M., aus papier-dürnen, scheibenartigen Stücken bestehend. Br. erdig. H. =2; elastisch biegsam; sp. G. = 1,11,2. Matt. Gelblichgrau