EINLEITUNG.
Begriff und Eintheiluny der Mineralogie. Hülfsmittel.Zweck der pharmaceuiischen Mineralogie.
§. 11. Im "Vorhergehenden lernten wir die natürlichen Kör-per chitliellen in organische oder lebende und anorga-nische (unorganische) oder leblose. Mit den natürlichvorkommenden anorganischen Körpern, welche den festen Theilbilden, beschilftigt sich die Mineralogie, dieals einen Theil der Naturgeschichte be-zeichneten.
unserer Erdewir (§. 10.)
Anmerkung. Von diesen organischen Körpern sind bei der mittlemTemperatur unseres Luftkreises zwei ('Quecksilber und Erdöl) stetsflüssig. — Die tropfbaren und luftartigen Flüssigkeiten (Wasser, Luft) ,welche unsern Erdball umgeben und theilweise durchdringen , ohneeinen constituirenden Theil seiner Masse auszumachen, nennt manAtmosphärilien. Mit ihnen beschäftigt sich die Atmosphärologie.
§. 12. Wir nennen jene anorganischen Körper Minera-lien oder Pos silien. Sie sind entweder einfache — sicht-lich nicht gemengte — oder gemengte. Die einfachenMineralien können chemische Elemente sein oder Verbindungenderselben zu einem Ganzen, an dem das Auge weder im Innernnoch auf der Oberfläche ein Zusammengesetztsein wahrnimmt.Gemengte Mineralien sind alle, in denen zwei oder mehrere die-ser sichtlieh nicht gemengten Mineralien mit einander so ver-einigt sind, dass das Auge die einzelnen Theile unterscheidetund häufig mechanische Mittel sie trennen können.
§. 13. Demnach zerfällt die Mineralogie in zwei Haupt-theile: 1. Oryktognosie, welche sich mit den individuellen,sichtlich nicht gemengten Fossilien beschäftigt und sie nachallen Beziehungen kennen, nach äussern und innern Eigenschaf-ten unterscheiden und die Unterschiedenen wissenschaftlich ord-nen lehrt, und 2. Geognosie, welche die Betrachtung dergemengten Mineralien-Massen zum Gegenstande hat, undzwar die Verhältnisse der einfachen Mineralien zu einander, dieBeschaffenheit der Clebirgs-Gestcine , Fels arten, ihre Structurund Lagerung kennen lehrt, sich mit Erforschung der Form,
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