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ORYKTOGNOSIE.
Erster Theil
P^orbereilungslehre,
§. 18. Dieser eiste Theil zerfällt in die Kenn zeich en-lehre, welche die einzelnen Mineralien erkennen und beschreiben,iii Systematik und Nomen clatur, weiche dieselben ord-nen und benennen lehrt und in Geschichte der Wissenschaftund ihre Litteratur.
ERSTER ABSCHNITT.
Ilennzeichenlehre.
§. 19. Kennzeichen der Mineralien nennt man alleEigenschaften und Verhältnisse, welche beim Erkennen derselbenund bei ihrer gegenseitigen Unterscheidung dienlich sind. Sie sindentweder von der Masse oder von der Substanz nergenoöi-meu. Die Masse wird betrachtet in Bezug auf ihre Gestalt(stereometrische Kennzeichen) oder auf ihr Verhaltengegen andere Dinge , die auf sie einwirken, ohne ihre Substanzzu verändern (physikalische Kennzeichen). Die Sub-stanz kaim nur erforscht werden durch Zerlegung in ihre Ele-mente oder Bestandtheile (chemische Kennzeichen).
I. Stcreometrische Kennzeichen.Von der regelmässigen Gestalt der Mineralien.
§. 20. Obgleich die eigentlichen Individuen des Mineral-reichs stets von Ebenen symmetrisch begrenzt sind, d. h. inregelmässiger Gestalt sich bieten; so kommen diese Individuendoch meist so klein, und dann zu Haufwerken der verschieden-sten Art vereinigt vor, dass das Einzelne nicht zu erkennen ist.
Die
die
gleichsam gesonderten und bestimmbaren Einzelwesen,von Ebenen begrenzt auftretenden Gegenstände des Mineral-reichs, werden deshalb krgstallisirte Mineralien oder Kryslallegenannt, während die Haufwerke von, ihrer Gestalt nach nichtbestimmbaren, Individuen mineralische Massen oder zusam-■nienyeselzte Mineralien genannt werden. —
§. 21. Die wissenschaftliche Darlegung der Unterschiede anKrjstallen, hinsichtlich ihrer Form, wird Kryslallbeschreibuny(Kristallographie) genannt, — Wie jeder Theil der Naturge-schichte, zerfällt auch die Kristallographie, in die Terminologieund in die, Anwendung derselben, oder in die eigentliche Kry-stalloeschreibmg (in die. Charakteristik der Krystalle).
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