VOR R E D E.
Indem ich die Aufforderung des Herrn Verlegers. dieseneue Auflage des zweiten Tlieiles des Heiyerschen Handbuchesder Pharmacie gemeinschaftlich mit meinem verehrten Freunde,dem Professor Th. Fr. Lud. Nees von Esenbecli, zw besorgen,bereitwillig aufnahm, glauben wir Seide den Manen des ver-storbenen (Geigers durch diese Arbeit einen Tribut unserer auf-richtigen Liebe und Verehrung zu zollen und begannen rüstigdas Werk mit dem eifrigen Streben, auch den Anforderungender Wissenschaft nach Kräften zu genügen.
Wir theilten die Arbeit so, dass Nees von Esenbeck dieBearbeitung der pharmaceutischen Botanik und ich die der phar-maceulischen Mineralogie und Zoologie übernahm. Doch lag esnicht im Plane der Vorsehung, dass wir Beide uns auch derVollendung des Begonnenen freuen sollten , denn indem ich dasVergnügen habe, hiermit dem pharmazeutischem Publikum denersien Theil dieses Bandes , oder die pharmaceuüsche Mineralo-gie, zu übergeben, habe ich den Verlust meines verehrtenFreundes und Mitarbeiters an diesem Werke zu bedauern, denmir und der Wissenschaft der unerbittliche Tod am 12. Dezembervorigen Jahres viel zu früh entriss.
Seit der ersten Auflage dieses Buches ist mehr denn einDecennium verstrichen und man wird sich daher nicht wundern,wenn die vorliegende neue Bearbeitung sich von der ersten auf-fallend unterscheidet; doch v.ird es nöthig sein , dass ich michüber meine Gründe zu dieser gänzlichen Umarbeitung der Mi-neralogie mit wenigen Worten erkläre.