Druckschrift 
Bd. 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält 1 (1838) Pharmaceutische Mineralogie : mit 2 Taf.
Entstehung
Seite
270
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

270

Topas.

mit gerader Abstumpfung der scharfen Seitenkanten und einer augitarli-gen Znschärfung der stumpfen Endkanten. Kryst. selten; öfter kryst.Ai. und Kürner; ein-, selten aufgewachsen.- Unvollkommen spaltbarparallel der schiefen Endfläche. Br. kleiumuschelig in's Unebene. H. --6,5; sp. G. = 3,1 3,2. Durchscheinend. Glasglanz. Gelb in's Brauneund Rothe. Strich: weiss.

V. d. L. unschmelzbar; milchweiss (oder bräunlich) werdend; in Bo-rax zu klarem Glase lösbar; in der o/fenen Glasröhre bei starkem GlühenFlusssäure gebend. Jn Salzsäure bis auf die Kieselerde löslich. Die Auf-lösung wird von Aetzammon nicht gefällt Ghlt. nach T/wrns.; Si0 336,00, MgO 53,64, Fe 2 0 3 3,97, HjF, 3,75, H 2 0 1,62. Formel: MgO.%F 2 +3MgO.SiO,.

Kommt in körnigem Kalk vor: Nord-America {Sparta, Eden),Finland fPargas), Sachsen (Boden bei 'Marienberg),

2. Topas.

(Syn. Drittel-kieselsaure Thonerde mit basischem Fluoraluminium.)

Kryslslm. ein- und einaxig. Krystf. gerade rhombischeSäule; Combination derselben mit den Flächen einer andernSäule, welche Zuschärfungsflächen der scharfen Seitenkantenbilden; hierzu treten noch Endzuschärfungen, welche auf diescharfen oder auch auf die stumpfen Seitenkanten aufgesetztsind. Combination der beiden rhombischen Säulen mit den Flä-chen eines oder mehrerer rhombischen Octaeder und zuweilenmit der gerade angesetzten Endfläche. Kryst, einzelne Flächenglatt, andere rauh und gestreift; kryst. M.: Text, blätterig,stängelig; derb. Spaltbar parallel den Endflächen. Br. mu-schelig bis uneben. H. = 8; spröde; sp. G. = 3,43,5. Durch-sichtig bis a. d. K. durchscheinend. Glasglanz. Strich: weiss.Durch Reiben und Druck electrisch, durcli Erwärmen polarischelectrisch werdend. Bruchstücke oder Pulver phosphorescirenbeim Erwärmen.

V. d. L. auf Kohle unschmelzbar; mit Cobaltauflösung be-feuchtet und geglüht eine schöne blaue Farbe annehmend ; inPhosphorsalz mit Hinterlassung eines Kieselskeletts, in boraxlangsam zu wasserhellem Glase lösbar; in Säuren unlösbar.Formel: Al 2 0 3 .Al 2 F 6 +3(Al 2 O 3 .SiO 3 ).

Arten.

1) Topas. Kryst. meist aufgewachsen, selten zu Drusenverbunden; kryst. M., eingesprengt; Geschiebe. Stark glänzend.Wasserhell, weingelb in's Violblaue, in's Grünlich- und Gelb-lich-weisse; pomeranzengelb und hyacinthroth. Ghlt. nach Berz.:

Si0 3 34,24, H 2 F 2 7,75, A1 2 0 3 57,45.

Findet sich als wesentlicher Gemengtbeil im Topasfels: Voigtlande(SchneckaisteinJ; in manchen Ürgebirgen eingewachsen, auch auf Gän-