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Krankheitstoffs nicht geheilt werden könnten. Defshalbgaben die Alten ihre Weifsniefswurzel zur Cur lang-wieriger Uebel fast nur in solchen Gaben (ein Quent-chen und mehr in grobkörnigem, gesiebtem Pulver),welche ungeheures Erbrechen und zuletzt auch I'ur-giren von unten erregen konnten, und gelangten (ge-blendet durch jene Theorie) selbst durch die Fälle,wo die Kranken, auch ohne Erbrechen oder Purgirenvon der Niefswurzel zu erleiden, dennoch von ih-rer Krankheit genafsen, immer nicht zu der Ueber-zeugung, dafs die Heilungen überhaupt auf eine ganzandre Weise zugingen, als mittels Ausführung vonoben und unten.
So ist es auch ganz unwahr, dafs die Gemüths-und Geistes-Kranken überhaupt ungeheuere Arznei-gaben brauchten und. vertrügen, wie sich noch jetztunsre Aerzte einbilden. Die allopathisch und unpas-send gewählten Arzneien scheinen zwar, auch ingrofsen Gaben, den gröbern Theil des Organisms unddie allgemeine Gesundheit solcher Kranken "weniganzugreifen. In solchen Krankheiten leidet aber auchdie allgemeine Gesundheit überhaupt am "wenigsten,und die Personen sind von dieser Seite oft sehr ro-bust; gröfstentheils hat sich das Uebel auf die feinen,unsichtbaren, durch keine Anatomie zu entdeckendenGeistes- und Gemüths-Organe (die der blofs geistigenSeele zum Medium dienen, den gröbern Körper zuregieren) geworfen. Diese feinen Organe leiden ammeisten in diesen Krankheiten, diese sind am krank-haftesten verstimmt.
Wurden nun solchen Kranken unpassende, un-homöopathische (allopathische) Arzneien in grofsenGaben eingegeben, so litt freilich der massivere Kör-per davon wenig (man sähe oft von 20 Gran Brech-Weinstein kein Erbrechen u. s. \v. erfolgen), aber da-