Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
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Stechapfel.

(Der aus dem frischen Kraute DaturU Stramcmiuni geprefstsund mit gleichen Theilen Weingeist gemischte Saft,)

J_Jicse Belaubende Pflanzrj zeigt in ihrer Erstwirk-ung, aufser sehr unangenehmen Gefühlen, die dieVersüchs-Person doch nicht mit dem Namen „Schmerz"belegen kann, durchaus keine eigentliche Schmerzen.Wirklich als Schmerz deutlich gefühlte Empfindungenentstehen hlofs in der Nachwirkung durch die nach-gängige Reaetion des Organism's, der nicht nur zumGegensatze der gcfühltödtenden Einwirkung des Stech-apfels die natürliche, sondern , wie nach grofsen Gä-ben Stechapfels, selbst krankhaft erhöhete Empfind-ung (Schmerz) hervorbringt. Eben so erzeugt diesesKraut in seiner Erstwirkung Leichtbeweglichkeit derdem Willen unterworfenen Muskeln und Unterdrück-ung aller Absonderungen und Ausleerungen, wovonin der Nachwirkung das Gegentheil entsteht j näm-lich Lähmung der Muskeln und übermäfsige Ah- undAussonderungen. Heilwirkend hingegen beruhigt erin angemessener Gabe einige krampfhafte Muskelbe-wegungen und stellt gehemmte Ausleerungen wiederher in mehren Fällen, wo Schmerzlosigkeit vorwaltet.Blofs die in seiner ersten, eigenthümlichen Wirk-ung liegenden Krankheitszustände kann daher Stech-apfel homöopathisch heilen.

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