Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
326
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

in

3'26

PV e i f s n i e J s iu u r Z e l.

Unsre heutigen Aerzte wissen keinen guten Ge-brauch von dieser so hülfreichen Arznei zu machen,und brauchen sie überhaupt nicht, da sie von ihrkeine iustam dosiri, d, i. sie nicht Quentchen-und Lothweise geben können, ohne um's Leben zubringen.

Und so müssen sie denn auch die Krankheiten,welche ohne diese Wurzel nicht geheiltWerden können, ungeheilt lassen.

Welche Kraft diese Arznei zur Beförderung der

Sleilung fast eines Drittels von den Wahnsinnigenn den Irrenhäusern (wenigstens als homöopathischesI wischenmitte]) besitze, ahneten die Aerzte nicht,da ihnen unbekannt blieb, welcher besondern Artvon Wahnsinn diese Wurzel entgegenzusetzen, undin welcher Gabe sie wirksam und doch ohne Nach-theil anzuwenden sei,

Da es keine schnelle und dauerhafte Heilung dy-namischer Krankheiten, wie ich schon oft genug dar-gethan habe, geben kann, als durch die dynamischeKraft ähnliche Krankheilzustande selbst erzeugenderArzneisubstanzen, so darf man sich nur, unter Rück-sicht auf die übrigen Symptome, vorzüglich mit denWahnsinnsarten beifolgender Beobachlungen bekanntmachen, um zu erfahren, bei welchen unter denMauieen die Weifsniefswurzel mit gutem Erfolge ho-möopathjsch anzuwenden sey.

In der Gabe dürfen wir die Alten nicht nach-ahmen. Es wurden zwar viele von ihren Krankengeheilt, es starben aber auch nicht wenige unter ih-ren Ungeheuern Gaben, Denn schon damals , wienoch bis heutigen Tag, herrschte in der Arzneikunstder Wahn , dafs den Krankheiten eine krankma-chende Materie im Körper zum Grunde liege,sie folglich ohne Auafegung dieses (eingebildeten)