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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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Anhang.

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Gegenstandes, von dem das Okular (welches als Lupe wirkt) ein vergrößertesvirtuelles Bild erzeugt.

Fernrohre? Katoptrische F. (Spiegelteleskope, Retlektoren) und dioptrische F. (Refrak-toren). Zu letzteren gehören das Galileische (oder holländische) und das Kepler-sche (oder astronomische) Fernrohr. Prismenternrohre.

Stereoskop? Die Bilder von zwei Abbildungen desselben Gegenstandes, die dem Eindruck desrechten und linken Auges entsprechen, werden übereinander gelagert, wodurchein körperliches Bild entsteht.

Spektrum? Farbenbild, das entsteht, wenn weißes (zusammengesetztes) Licht zerstreut (dis-pergiert), d. h. in seine (homogenen) Bestandteile, geordnet nach ihren Schwin-gungszahlen, zerlegt wird.

Spektralfarben? Rot, Orange, Gelb, Grjijn, BJgu, Indigo, Violett. Violett, das die kleinsteWellenlange und größte Schwingungszahl hat, wird am stärksten gebrochen.

Geradsichtige Prismen? Prismen mit Dispersionsvermögen, aber mit keiner oder nur geringerBrechungskraft.

Achromatische Prismen? Prismen mit Brechungsvermögen ohne Farbenzerstreuung.

Chromatische Aberration? Farbenzerstreuung bei Linsen.

Emissionsspektra? Spektra von Körpern, die in glühendem Zustande Strahlen aussenden.

Absorptionsspektra? Spektra von weißem Lichte, das durch flüssige oder gasförmige Körperhindurch gegangen ist.

Kirchhoffsches Gesetz? Jeder leuchtende Körper absorbiert diejenigen Strahlengattungen amstärksten, die er selbst auszusenden vermag. Allgemein: Für jeden Körper ist dasVerhältnis zwischen Emissions- und Absorptionsvermögen konstant, nämlich gleichder Strahlung des absolut schwarzen Körpers von derselben Temperatur und der-selben Wellenlänge.

Fraunhofersche Linien? Die äußerst zahlreichen dunklen Linien im Sonnenspektrum. (Ab-sorptionsspektrum, Chromosphäre.)

Ultrarote Strahlen? Dunkle Wärmestrahleni von größerer Wellenlänge und kleinerer Schwin-gungszahl als die roten Strahlen.

Aktinische Strahlen? Die chemisch wirksamen (violetten und ultravioletten) Strahlen.

Fluoreszenz? Eigenschaft gewisser Körper, unter Einfluß intensiver Bestrahlung selbstieuchtendzu werden und dann Strahlen auszusenden, deren Farbe von der Farbe der Licht-quelle und der gewöhnlichen Farbe des betr. Körpers abweicht.

Interferenzfarben? Farben, die bei Interferenz weißen Lichtes dadurch entstehen, daß anbestimmten Stellen gewisse Strahlen ausgelöscht werden, so daß daselbst durchMischung der übrigbleibenden die Komplementärfarben dazu entstehen.

Gitterspektra? Spektra, die durch Interferenz bei Beugung des Lichtes, das durch Gitter ge-gangen ist, entstehen. (Gitter = mehrere dicht nebeneinanderliegende Spalten,z. B. die Stellen zwischen in Glas eingeritzten Strichen.) Gitterspektra sind Normal-spektra, weil hier die Ablenkung der einzelnen Lichtstrahlengattungen genau pro-portional der Wellenlänge erfolgt. (Blau wird z. B. am schwächsten abgelenkt.)

Polarisiertes Licht? Licht, dadurch charakterisiert, daß die Ätherteilchen alle in einer Ebenesenkrecht zur Fortptlanzungsrichtung (geradlinig p. L.), oder in Kreisen bzw.Ellipsen (kreisförmig bzw. elliptisch p. L.) schwingen. Entsteht durch Doppel-brechung, Spiegelung, einfache Brechung.

Polarisationsapparat? Besteht aus Polarisator, der gewöhnliches Licht in polarisiertesverwandelt, und Analysator, der zum Nachweis des polarisierten Lichtes dient(2 Turmalinplatten, 2 Nicols, 2 Spiegel usw.).

Doppelbrechung? Beim Durchgang durch gewisse Kristalle wird ein Lichtstrahl in zwei zu-einander senkrecht polarisierte Strahlen zerlegt, von denen der ordentliche Strahldem Snelliusschen Gesetze -folgt, der .außerordentliche; nicht.

Optische Achse? Jede Richtung in einem doppeltbrechenden Kristall, längs der keine Doppel-brechung erfolgt.

Brewstersches Gesetz? Bei der Reflexion ist das reflektierte Licht vollkommen polarisiert, wennder reflektierte Strahl mit dem gebrochenen einen rechten Winkel bildet. Der dazuerforderliche Einfallswinkel heißt ,,PoIarisationswinkel*'.

Interferenz polarisierten Lichts? Tritt ein, wenn zwei in einer Ebene schwingende polarisierteStrahlen, die einen Gangunterschied bekommen haben (z. B. durch ein Gips-blättchen), zur Vereinigung kommen.

Drehung der Polarisationsebene? In optisch aktiven Stoffen (z. B. Quarz und Zuckerlösungen)wird polarisiertes Licht in zwei entgegengesetzt gerichtete kreisförmig polarisierteStrahlen zerlegt, die verschiedene Geschwindigkeit haben und sich nach ihremAustritt wieder zu einem geradlinig polarisierten Strahl vereinigen, dessen Schwin-gungsebene nach rechts oder links von der ursprünglichen abweicht.