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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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Anhang.

Stehende Wellen ? Wellen, bei denen alle Punkte (der Schwingungsbäuche) dieselbe Schwin-gungsrichtung bzw. Phase haben, während an den Knotenpunkten gar keine Be-wegung herischt.

Töne? Vom Gehörorgan wahrgenommene regelmäßige und gleiche Schwingungen von Körpern.Charakterisiert durch Höhe (Schwingungszahl), Stärke, Klangfarbe.

Tonquellen? Feste und luftförmigc Körper, die leicht in stehende (transversale oder longi-tudinale) Schwingungen versetzt werden können.

Pfeifen? Instrumente, bei denen Luftsäulen in stehende longitudinale Schwingungen versetztwerden. (Lippen- und Zungenpfeifen).

Fortpflanzung des Schalles? Durch longitudinale Weilen. V ={J[k e : dj= 332. ni in Luft.

Kundtsche Staubfiguren ? Dienen zur direkten Messung der Lange von Schallwellen.

Mittönen, Resonanz? Mittönen (oder auswählende Resonanz) besteht darin, daß ein Körperbeim Ertönen seines Eigentons mit klingt. (Allgemeine) Resonanz ist Verstär-kung jedes beliebigen Tones durchResonanzböden".

Schwebungen ? Das Schwächer- und Stärkerwerden beim Zusammenklingen zweier Töne. IhreAnzahl entspricht der Differenz der Schwingungszahlen beider Töne. Ursachevon Dissonanzen.

Dopplers Prinzip ? W.rd die Entfernung zwischen Tonquelle und Beobachter rasch kleiner,so wird der '.Ion der ersteren höher: umgekehrt tiefer.

Mechanische Wärmetheorie ? 1) 1 (große) Kalorie isl äquivalent -LJ7 -Meterkilogrammen. 2) Wärmekann nur dann in Arbeit übergeführt werden, wenff'sie dabei von einem wärmerenauf einen kälteren Körper übergeht, und auch dann nur teilweise. Infolgedessenwächst die Summe der entwerteten Energie (,,Entropie") beständig.

Gay-Lussacs Gesetz ? Bei gleichbleibendem Drucke sind die Gasvolumina, bei gleichbleibendemVolumen sind die Gasdrucke der Temperaturzunahme proportional. Es ist alsopv p 0 v 0 (1 + at) bzw. pv = RT.

Temperaturmessung? Für tiefer e Temperaturen Thermometer mit Weingeist, Petroläther,Pentan; für höhere ..Thermometer aus Quarz; für höchste Pyrometer; für alleMetall- und Gas-Thermometer, Thermoelemente; für feinste Messungen Ther-moelemente und Bolometer,

Absoluter Nullpunkt? Punkt, bei dem keine Molekularbewegung mehr besteht.273°.

Latente Warme? Wärme, die zur Überführung in einen höheren Aggregatzustand zugeführtwerden muß und keine Temperaturerhöhung bewirkt. Besser:Schmelzwärme".,,Verdempfungswärme" usw.

Druck und [Aggregatzustand? Im allgemeinen erschwert Druck den Übergang in einen höherenAggregatzustand, so daß mehr Wärmezufuhr nötig ist. Ausnahmen: Wasser.W,smut, Antimon.

Reduzierte Gefrierpunktserniedrigung ? Gefrierpunktserniedrigung, die 1 gr Substanz in 100 grLösungsmittel bewirkt.

Raoultsches Gesetz ? Die reduzierten Gefrierpunktserniedrigungen, die zwei Substanzen indemselben Lösungsmittel unter sonst gleichenVerhältnissen bedingen, sind umgekehrtproportional ihren Molekulargewichten.

Sieden? Die bei bestimmter Temperatur erfolgende schnelle Verdampfung einer Flüssigkeit.

wobei die Dampfbildung auch im Innern erfolgt., Verdunsten ? Spontanes Verdampfen einer Flüssigkeit an der Oberfläche, das nicht an bestimmteTemperatur gebunden ist.

Gesättigter Dampf? Dampf, der mit der Mutterflüssigkeil noch in Berührung steht und ausihr nichts mehr aufnehmen kann. Seine Spannung (Sättigungsdruck) ist vomVolumen unabhängig und zugleich für die betreffende Temperatur ein Maximum;sie kann nur durch Erhitzen (nicht durch Kompression) erhöht werden.

Ungesättigter oder iii^j^er Dampf? Dampf, der nicht mehr mit seiner Mutterfiüssigkeit inBerührung steht. Verhält sich wie ein vollkommenes Gas.

Dampfdichte ? Verhältnis zwischen dem Gewicht eines Volumens Dampf und dem Gewichteines gleichgroßen Volumens Luft bei gleichem Druck und gleicher Temperatur.

Dampfdichtebestimmung? Durch die Methoden von Gay-Lussac und Hofmann, Dumas,Victor Meyer.

Kritische Temperatur? Temperatur, oberhalb welcher ein Gas (durch Druck allein) nichtkondensiert werden kann.

Absolute Feuchtigkeit ? Die wirklich vorhandene Menge Wasserdampf in einem Kubikmeter Luff '

Relative Feuchtigkeit ? Verhältnis der wirklich vorhandenen Wasserdampfmenge zu derjenigen,die bei vollkommener Sättigung vorhanden wäre.

Spezifische Wärme ? Wärmemenge, die nötig ist, um 1 kg (oder 1 g) einer Substanz um 1 ° zuerwärmen.

Kalorie? Wärmemenge, die 1 kg (oder 1 g) Wasser von 14,5° auf 15,5° erwärmt.