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Elektrizität.
den Fritter F leitend machen, so daß im Stromkreis der Batterie B x jetzt einelektrischer Strom entsteht. Dadurch wird der Elektromagnet M^N 1 wirksamund zieht seinen Anker an, der hei R einen zweiten (gestrichelt gezeichneten)Stromkreis m't besonderer Stromquelle B* schließt. Hierdurch wird auchder Elektromagnet M 2 N* wirksam und betätigt den MorseschreibapparatSMo. Zugleich zieht aber auch der Elektromagnet M 3 N 3 seinen Anker an,und hierdurch schlägt der Klöppel K gegen den Fritter und macht ihn wiederleitungsunfähig, so daß weiter ankommende elektrische Wellen von neuemauf den Morseschreiber wirken können.
Heute ist der Fritter in der Praxis durch andere Detektoren vollkommenverdrängt worden. Am wichtigsten sind die Kontaktdetektoren, bei deneneine Metall- oder Graphitspitze ein Mineralplättchen (z. B. Bleiglanz) berührt.Sie lassen die elektrischen Schwingungen im wesentlichen nur in einer Sich-tung durch, formen also den hochfrequenten Wechselstrom in unterbrochenenGleichstrom um, der in einem eingeschalteten Telephon ein Geräusch bzw.einen Ton hervorbringt. Diese Detektoren unterscheiden sich vom Fritter da-durch, daß sie keiner Hilfsbatterie bedürfen und auch die Wirkung der auf sietreffenden Wellen summieren. Erzeugt man also auf der Geberstation n Funkenpro Sekunde, so hört man im Telephon einen Ton von der Schwingungs-zahl n (System der „tönenden Funken"). Man hat hier somit auch in der Höheder im Telephon erzeugten Töne ein Mittel zur Abstimmung zweier Stationen.Die Übermittlung von Buchstaben und Worten erfolgt wieder so, daß auf derGeberstation durch den Taster kürzere und längere Funkeiireihen nach demMorsealphabet ausgelöst werden, die auf der Empfangsstation entsprechendekürzere und längere Töne erzeugen.
Ein wesentlicher Fortschritt war es ferner, daß Braun den ur-sprünglich benutzten offenen Schwingungskreis (Fig. 184) durch dengeschlossenen Schwingungskreis ersetzte, weil ein solcher die
Aufspeicherung größerer Energiemengen ge-stattet und gegen störende Einwirkungenseitens der Antenne besser geschützt ist.Mit diesem geschlossenen Schwingungskreiseist dann die Antenne galvanisch oder aberinduktiv (Fig. 185) gekoppelt. Die Aufgabe-station besteht hier also aus dem geschlosse-nen Erregerkreis und dem damit gekoppeltenSenderkreis; die Empfangsstation analogaus dem Empfängerkreis und dem damit,gekoppelten Detektorkreis. Schließlich seinoch die Anwendung der Löschfunken beider Funkentelegraphie erwähnt. Sie be-wirken einmal durch Stoßerregung [§214],daß auf der Antenne nur ganz schwach ge-dämpfte Schwingungen entstehen; fernerist es der bei ihnen möglichen raschen Funkenfolge [§ 215] zu ver-danken, daß im Telephon der Empfangsstation musikalische Töne,nicht nur Geräusche, entstehen. — Durch diese und noch andere
Fig. 185.