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Elektrizität.
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181.
noch eine sekundäre Spule, die mehr Windungen besitzt, so werdendiese hochfrequenten Ströme infolge des enorm raschen und plötzlichenWechsels im primären Stromkreis noch auf eine außerordentlich hohe
Spannung (mehrere hunderttau-send Volt) gebracht [§199]. Mannennt solche „Ströme hoherWechselzahl und Spannung" auchnach den beiden Forschern, die sieunabhängig voneinander entdeck-ten, Tesla- oder d'Arsonval-Ströme. Fig. 181 zeigt sche-matisch die Anordnung eines zuihrer Erzeugung dienenden Appa-rates. R bedeutet hier Induktor,C 1 und C 2 Leidener Flaschen,M Funkenstrecke, S Primärspuledes Transformators. Die (hiernicht gezeichnete) Sekundärspulekann mit der primären induktiv gekoppelt sein; sie kann aber auchan einen Pol der letzteren direkt angeschlossen werden (OüDiNscherResonator).
Von den merkwürdigen Wirkungen solcher Hochfrequenzströme sei hiernur kurz folgendes erwähnt: Schaltet man z. B. ohne Anwendung der Sekundär-spule in den Stromkreis einen Kupferbügel, zwischen dessen Schenkel einekleine Glühlampe an dünnem Drahte befestigt ist (Fig. 182), so leuchtet dieLampe auf, was bei Anwendung von Gleichstrom nicht derFall wäre; denn dieser würde wegen des viel kleineren Wider-standes des Kupferbügels fast ausschließlich durch diesengehen. Hochfrequenzströme mit ihrer hohen Wechselzahlbleiben dagegen nur an der Qbeifläche des Leiters, da siein das Innere wegen der dort sehr erheblichen Selbstinduk-tion und dadurch bedingten starken Vermehrung desscheinbaren Widerstandes (der sog. Impedanz) nicht ein-dringen können. Für sie kommt daher nicht das Materialeines Leiters, sondern nur sein von der Länge abhängigerOberflächenwiderstand in Betracht; deshalb wählensie eben den kürzeren Weg über die Glühlampe. — Schaltetman die Sekundärspule ein, so erhält man-an ihrem freienPole intensive Büschelausstrahlungen, namentlich wenngute Resonanz besteht [§ 214]. — Merkwürdig ist auch,daß Geißlerröhren schon in der Nähe eines Teslatrans-formators, ohne direkte Verbindung mit ihm, aufleuchten,namentlich wenn man sie zwischen zwei mit den Polen der Sekundärspuleverbundene Metallschirme bringt (TeSLAs „Licht der Zukunft"). —Trotzihrer hohen Spannung sind solche Teslaströme für den menschlichen Körperganz ungefährlich, da sie wegen ihrer hohen Wechselzahl und geringen Strom-stärke (einige hundert Milliampere) nur minimale elektrochemische Wirkungen
Fig. 182.