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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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Elektrizität.

benutzt. Hierher gehören auch die elektrischen Thermophore, beidenen in Asbestgewebe eingebettete Drähte erhitzt werden, um er-krankte Körperteile zu erwärmen. Erwähnt sei auch die Galvano-kaustik, d. i. die Durchtrennung bzw. Zerstörung von Körper-geweben mittels verschiedenartig geformter Brenner aus Platin-Iridium, die erst am Orte des Eingriffes durch einen hindurchgesandtenStrom glühend gemacht werden. Eine der wichtigsten Anwendungender JouLEschen Wärme ist schließlich ihre Benutzung zu Beleuchtungs-zwecken.

§ 181. Elektrisches Glühlicht. Bei den von Edison erfundenenelektrischen Glühlampen wird ein Leiter bis zur Weißglut erhitztund hierdurch das bekannte schöne Licht erzeugt. Bei den ursprüng-lichen Lampen geht der Strom durch einen dünnen, hufeisenförmiggebogenen Kohlenfaden, der sich in einer luftleeren Glasbirne befindet,weil er sonst infolge von Sauerstoffzutritt verbrennen würde. Wider-standsfähiger sind die Metallfadenlampen, bei denen dünne Fädenaus Osmium, Tantal, Wolfram usw. verwandt werden. Im Gegen-satz dazu wird bei den Nernstlampen das Glühlicht in freier Lufterzeugt; als Glühkörper funktioniert hier ein Stift, der aus Oyxdenseltener Erdmetalle besteht und ein sehr helles weißes Licht gibt.Da er aber den elektrischen Strom nur bei höherer Temperatur leitet,muß er durch eine ihn umgebende zum Glühen gebrachte Platinspiraleerst vorgewärmt werden, so daß das Licht erst % bis 1 Minute nachEinschalten des Stroms erscheint.

§ 182. Bogenlicht. Auf der JouLEschen Wä-me beruht auch daselektrische Bogenlicht. Benutzt man rämlich zwei Kohlen alsElektroden und sendet einen starken Strom-hindurch, so geht der-selbe kontinuierlich durch die Spitzen, wenn sie einander berühren;entfernt man sie dann aber, so entsteht zwischen ihnen ein außer-ordentlich heller Lichtbogen, auch DAVYscher Lichtbogen ge-nannt. Bei dem Übergang durch die Luftschicht entsteht nämlicheine so bedeutende Wärme (ca. 40.00° Celsius), daß die Kohlenspitzenund die Luft glühend werden. Hierbei fliegen Stücke von der posi-tiven zur negativen Kohle über, und da erstere überhaupt stärkererhitzt wird, so brennt sie schneller ab; es bildet sich ein Krater inihr, während die negative Kohle spitz bleibt. Schließlich wird dadurchdie Luftschicht zwischen beiden Kohlen und somit der Widerstandzu groß und der Strom erlischt. Daher ist eine Regulation nötig,wie sie z. B. automatisch von der Differentiallampe von v. Hefner-Alteneck geleistet wird.

Der untere Teil des Eisenstabes AB (Fig. 149) wird von wenigen starkenWindungen des Stromkreises umgeben. Dieser geht von hier zum Hebel CD,der in der Mitte von A B befestigt ist und in E seinen Drehpunkt hat; vom