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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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163
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Fig. 149.

Strömende Elektrizität.

Hebel dann durch beide Kohlen und schließlich zur Batterie zurück. In azweigt sich eine Nebenleitung ab, die in vielen schwachen Windungen um denoberen Teil von AB geht und sich bei 6 mit dem ersten Stromkreise wiedervereinigt. Berühren sich die Kohlen, so geht der Strom hauptsächlich durchden unteren Draht, weil hier der Widerstand kleiner ist. Dadurch wirdder Eisenstab nach unten gezogen [§ 194] und infolge der Hebelwirkung dieobere Kohle nach oben, so daß der Lichtbogen entsteht. Wird nun dieEntfernung zwischen beiden Kohlen größer, so wächst der Widerstandim unteren Stromkreise, und der Strom fließt mehr durch den oberen. Da-durch wird der Eisenstab nach oben gezogen, und die obere Kohle geht durchHebelwirkung nach unten.

Eine größere Lichtausbeute und günstigeres (gelbes) Licht alsdie gewöhnlichen Kohlenbogenlampengeben die sog. Flammenbogenlam-pen, nach dem Erfinder auch Bremer-

Lampen genannt; hier sind die Kohlen __;

mit bestimmten Salzen, besonders Fluor-kalzium, getränkt. Medizinisch wertvoll —sind die Quecksilberbogenlampen,bei denen in einem luftverdünntenRohre zwischen Quecksilberelektrodenein Lichtbogen aus Quecksilberdampferzeugt wird; dieses Licht ist nämlichbesonders reich an ultravioletten, Strahlen. Da gewöhnliches Glasdiese größtenteils absorbieren würde, benutzt man hierbei Rohre ausQuarzglas G^^iliiiBöL")-

§ 183. Peltiersches Phänomen. Geht der Strom durch eine Stelle,an der zwei einen Stromkreis bildende Metalle zusammengelötetsind, so zeigt sich hier außer der JouLEschen Wärme, je nach derStromrichtmig, noch eine besondere Erwärmung oder Abkühlung.Am stärksten zeigt sich dieses PELTiERsche Phänomen an Löt-stellen von Wismut und Antimon. Geht der Strom vom Antimonzum Wismut, so findet eine Erwärmung statt, im umgekehrten Falleeine Abkühlung. Dies tritt auch bei anderen Metallen ein, und esläßt sich wieder eine thermoelektrische Spannungsreihe auf-stellen. Fließt der Strom zuerst durch das in der Reihe voranstehendeMetall, so findet eine Erwärmung, sonst eine Abkühlung statt. DieEndglieder dieser Reihe sind Antimon und Wismut.

§ 184. Thermoelektrizität. Wird umgekehrt die Lötstelle zweierMetalle erwärmt, so entsteht ein Strom in bestimmter Richtung,z. B. vom Wismut zum Antimon; wird sie- abgekühlt, so entstehtebenfalls ein elektrischer Strom, aber von entgegengesetzter Richtung.Die thermoelektrische Kraft ist im allgemeinen der Temperatur-differenz proportional und um so größer, je weiter die Metalle in der

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