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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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160 Elektrizität.

in derselben Strombahn stets die gleiche Stromstärke herrscht. Be-rücksichtigt man dies und dividiert die beiden eben angeführtenGleichungen, so erhält man u> 4 :w 8 = w s :w . Unter dieser Bedingungherrscht also in der Brücke kein Strom. Umgekehrt kann man nach dieserFormel, wenn in der Brücke kein Strom herrscht — was sich ja leichtdurch ein Galvanometer [§ 192] nachweisen läßt — den Widerstandeiner der Zweigbahnen berechnen, wenn die drei anderen Widerstände,bzw. ein Widerstand und das Verhältnis der beiden anderen, bekannt

wsind. Ist z. B. w. der unbekannte Widerstand, dann ist w = — - ■ w..

8 w 2 4

Um den Widerstand von Flüssigkeiten mittels der Brückenmethodezu messen, muß man Wechselströme [§ 198] anwenden, da sie sonst zersetztwürden. An Stelle des Galvanometers, das für Wechselströme ungeeignet ist,schaltet man dann in die Brücke ein Jfjelephon ein, das so lange tönt, wie einStrom durch die Brücke geht.

Eine spezielle Anwendung der WHEATSTONEschen Brücke ist das Bolo-meter 1 , das zur Messung strahlender Warme dient. Hier bildet ein berußterMetall drah.1 bzw. -streifen einen Zweig der Meß Vorrichtung. Durch Bestrahlungwird sein Widerstand vergrößert [§ 175]; infolgedessen macht das Galvano-meter in der Brücke, das vorher durch Regulierung der Zweigwiderstände strom-los gemacht worden ist, einen der absorbierten Strahlungsenergie proportionalenAusschlag.

b. Wärme-, Licht- und chemische Wirkungen,

§179. Stromarbeit und Stromeffekt. Die Arbeit, die ein elektrischerStrom leisten kann, muß nach dem Gesetze von der Erhaltung derEnergie theoretisch gleich der Arbeit sein, die zur Stromerzeugungnotwendig war [vgl. § 160]. Zum leichteren Verständnis des Be-griffes Stromarbeit ist ein Vergleich mit strömendem Wasser zweck-mäßig. Wird z. B. 1 Kilogramm Wasser 10 Meter gehoben, so ist dazueine Arbeit von 10 Kilogrammmetern erforderlich. Anderseits leistetdiese Wassermenge, wenn sie dieselbe Strecke herunterfällt, die gleicheArbeit; wenn sie nur 5 Meter fällt, 5 Kilogrammmeter usw. Die vonströmendem Wasser geleistete Arbeit ist als proportional dem Gewichtbzw. der Menge des Wassers und der Niveaudifferenz. Genau so liegendie Verhältnisse bei der strömenden Elektrizität. Auch hier ist dieEnergie des elektrischen Stromes bzw. die von ihm geleistete Arbeitgleich dem Produkt aus Elektrizitätsmenge und Potentialdifferenz(die ja durchaus das Analogon der üiveaudifferenz ist). Wie bereitserwähnt, mißt man nun in der Praxis Elektrizitätsmengen nachCoulombs [§ 158], Potentialdifferenzen nach Volts [§ 160]. Darausfolgt, daß die elektrische Energie bzw. Arbeit sich durch Volts XCoulombs oder kurz Volt-Coulombs ausdrücken läßt. Bewegt

ßöXos Wurf, Strahl.

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