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Elektrizität.
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förmig verbunden sind, in diesem Kreise kein Strom möglich ist, weilja jedes Metall gleichzeitig als Anfangs- und Endglied der Reihe be-trachtet werden kann, die Potentialdifferenz also = 0 ist.
Diesen Gesetzen der Spannungsreihe gehorchen aber die Leiterzweiter Klasse, zu denen besonders Flüssigkeiten (Säuren undSalzlösungen) gehören, nicht. Bei einer Kombination von Leiternerster und zweiter Klasse ist also die Potentialdifferenz der End-glieder nicht gleich der algebraischen Summe derjenigen der Zwischen-glieder, so daß hier die Anordnung zu einem geschlossenen Kreisemöglich ist. Taucht nämlich ein Metall in eine Flüssigkeit, so wirddas herausstehende Ende meist negativ elektrisch, die Flüssigkeit unddadurch auch das eingetauchte Ende meist positiv; und zwar ist dieSpannungsdifferenz um so größer, je weiter vorn in der Spannungs-reihe das Metall steht; Zn wird also am stärksten negativ, Cu bedeutendschwächer. Tauchen nun Zn und Cu zusammen in eine Flüssigkeit(Fig. 144), so geht die starke positive Elektrizität des unteren Zinkendesdurch die Flüssigkeit zum Kupfer und trifft andessen hervorstehendem Ende mit schwach nega-tiver Elektrizität zusammen, macht es daherschwach positiv. Umgekehrt geht die schwachpositive Elektrizität des unteren Kupferendesbis zum oberen Zinkende und schwächt dessenstark negative Elektrizität so, daß es schwachnegativ elektrisch wird. Im allgemeinen wirdvon zwei in eine Flüssigkeit tauchenden Metallen das in der VoLTAschenSpannungsreihe voranstehende an seinem freien Ende negativ, dasweiter hinten stehende positiv elektrisch.
§ 172. Galvanische Elemente. Die Verbindung zweier Metallemit einer Flüssigkeit heißt galvanisches Element oder galva-nische Kette. Sind die beiden Metalle außerhalb der Flüssigkeitdurch einen sog. Schließungsdraht verbunden, so ist die Kettegeschlossen, sonst offen. In einer geschlossenen Kette fließt be-ständig ein elektrischer Strom, der durch die fortwährend wirkendeelektromotorische Kraft andauernd im Gange erhalten wird. Mannennt diesen Strom auch dem Entdecker zu Ehren galvanischenStrom [vgl. § 188 Anm.]. Der (positive) Strom fließt z. B. im Schlie-ßungsdraht eines Zink-Kupfer-Elements vom positiven Kupfer zumnegativen Zink. Im Elemente selbst muß er natürlich vom Zinkzum Kupfer fließen, damit der Stromkreis geschlossen ist. Die freienEnden der Metalle eines Elementes, bzw. die Enden der damitverbundenen Drähte, heißen Pole oder .E lektrode n; diejenigeElektrode, von welcher der Strom herkommt, beim positivenStrom also die positive, wird speziell Anode genannt, die andere
Fig. 144.