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Grundriß der Physik für Studierende, besonders für Mediziner und Pharmaceuten : mit 185 Abb.
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Änderung des Aggregatzustandes.

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Bei der Methode von Gay-Lussac und Hofmann wird eineabgewogene Menge der zu untersuchenden Substanz in einem kleinenGlaszylinderchen mit Korken (der bei der Verdampfung heraus-springt) in das Vakuum einer nach Kubikzentimetern graduiertenBarometerröhre gebracht und dort verdampft, indem man zwischenBarometenöhre und einen sie umgebenden Glasmantel Dämpfe einersiedenden Flüssigkeit von bekanntem Siedepunkt leitet. So ist pund t bekannt; v wird an der Röhreneinteilung abgelesen, b entsprichthier der Differenz zwischen Atmosphärendruck und Höhe der Queck-silbersäule.

Bei der Methode von Dumas bringt man die Substanz in einenGlasballon von bekanntem "Volumen, der in eine feine Spitze aus-gezogen ist, und verdampft sie in einem Bade von Wasser, Ol oderChlorzink. Nach völligem Verdampfen wird die Spitze zugeschmolzenund der Ballon gewogen. So ist also v und p bekannt, b entsprichthier dem Luftdruck, t der Temperatur des Bades im Augenblicke desZuschmelzens.

Am meisten angewandt, weil am bequemsten, ist die Luft-verdrängungsmethode von Victor Meyer, bei der das durchdie verdampfte Substanz verdrängte, also dem Dampfvolumen gleicheLuftvolumen ermittelt wird, ohne daß es dabei nötig ist, die Tem-peratur des Dampfes zu bestimmen.

Die Verdampfungerfolgt in dem Gefäß B(Fig. 73), das sich obenin ein Rohr R mit denAnsatzröhren M und Hfortsetzt. M endigt ineiner mit Wasser usw.gefüllten Wanne, untereinem ebenfalls mit Was-ser gefüllten MeßzylinderC. Die zu verdampfendeSubstanz wird in einemKölbchen G durch J ein-geführt und ruht auf dem jjj lila

Glasstabe S, der in H ___lift

luftdicht eingefügt und

verschiebbar ist. Man I,

bringt nun die in einem Njjip/

Mantel um B befindliche

Heizflüssigkcit zum Sieden und läßt die Substanz, nachdem die Temperatur in B

konstant geworden ist es treten dann durch M keine Luftblasen mehr aus,

durch Zurückziehen des Stabes S nach B fallen. Tndem sie nun, hier verdampft,

tritt die dem gebildeten Dampf an Volumen entsprechende Luftmenge durch

M in das Meßglas C. Dieses Volumen v wird direkt an einer Teilung abgelesen.

t entspricht der Temperatur des Wassers, b dem Barometerstande, von dem