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2 (1906) Hydriert-cyklische Verbindungen; Kohlenwasserstoffe
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Sesquiterpen aus Sandarakharzöl: Vorkommen usw.

schulene unterscheiden sich voneinander einmal durch den Siedepunkt,sodann durch die optische Aktivität, indem das niedrig siedende stärkeroptisch aktiv ist, als das höher siedende. Aus den physikalischen Datenwäre zu folgern, daß die künstlich dargestellten Patschulene mit einemder natürlich vorkommenden keinesfalls identisch sind.

Chem. Eig. der Patschulene. Es ist bisher nicht gelungen, zu einemauch nur einigermaßen charakteristischen Derivat der Patschulene zugelangen; sie verhalten sich gegen Halogene und Halogenwasserstoffeungesättigt, lagern kein Wasser an, so daß kein Alkohol gewonnen werdenkann; auch mit N 2 0 3 , NOC1 usw. liefern sie keine kristallisierten Derivate.

Identifizierung der Patschulene. Ebensowenig wie für das Clovenlassen sich für die Patschulene außer den physikalischen Konstanten Er-kennungszeichen angeben.

Zur Konstitution ist zu bemerken, daß sowohl die natürlich vor-kommenden Patschulene, als auch die künstlich dargestellten wahr-scheinlich tricyklisch einfach ungesättigt sind, wie aus der Molekular-refraktion zu schließen ist. Die Patschulene zeigen in den physikalischenKonstanten große Ähnlichkeit mit den Cedrenen und dem Cloven, ohnedaß es bisher gelungen ist, sie mit einem dieser Kohlenwasserstoffe zuidentifizieren.

Geschichtlich ist zu konstatieren, daß das ätherische Ol, in denen dienatürlichen Patschulene vorkommen, seit langer Zeit bekannt ist. ZumTeil wird das Ol an Ort und Stelle in Indien gewonnen und dürfte dortschon früh im Gebrauch gewesen sein. Chemisch untersucht wurde dasPatschuliöl verhältnismäßig spät, zuerst von Glädstone im Jahre 1863.Die richtige Formel für das natürlich vorkommende Patschulen ziehtGlädstone bereits in Betracht, während Gal für den Patschulialkoholzuerst die Zusammensetzung C 15 H 2S 0 angibt und für das daraus dargestelltePatschulen C 15 H 26 . Montgoleieb berichtigt alsdann 1877 diese Formeln.Die weiteren Untersuchungen erfolgen, wie aus obigen Mitteilungen hervor-geht, in den letzten 20 Jahren. Eine Anwendung dürfte weder fürdie natürlich vorkommenden, noch für die künstlich dargestellten Pat-schulene außer zu wissenschaftlichen Zwecken stattfinden.

215. Sesquiterpen aus Sandarakharzöl.

Vorkommen, Isolierung usw. Die Pinacee Calliiris quadrivalvis Vent.liefert afrikanisches Sandarakharz; Tschiech und Balzee (Ar. 234 [1896],311), stellten^ fest, daß das Harz bei der Wasserdampfdestillation ca. 1%ätherisches Öl liefert. Heney (Soc. 79 [1901], 1149) gewinnt ebenfallsdas Öl und stellt fest, daß es hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen besteht,und zwar wird d-Pinen (cc D = + 18° 27') nachgewiesen; aus den höhersiedenden Fraktionen wird ein Kohlenwasserstoff gewonnen, der, überNatrium destilliert, bei 260280° siedet (d* la = 0,9386, n D = 1,5215).